23.7.26

Island Eclipse 26 - 6 - Hochland zum Zweiten - Bauernland-Wüste-Heisse Quellen-Wasserfall

 

Blönduos

Von Blönduos führt die Köljur Route quer durchs Hochland bis zum Gullfoss. Man kann sie mit einem normalen PW fahren. Diese Strasse ist aber nur was für Hartgesottene, denn nach den ersten km gute Strasse kommt eine elende Rüttelpiste, die elendig lang ist.

Aber unterwegs gibt's einiges zu sehen, also nehme ich die Qual auf mich.


Donnerstag 23. Juli 26 - Der Nachmittag schickt mich in die Wüste

Jetzt ist die Sonne da und strahlt von einem blauen Himmel. Es kann also losgehen. Zuerst geht es auf Teer und dann auf guter Schotterstrasse durch Bauerland, vorbei an Seen zum Blanda Kraftwerk.

Bauernhöfe

 
am Bland Fluss

 

Blöndustöd Virkjun

 

Staudamm Gilsarlon

Damm Blöndurlon Stausee

Nach den vielen Seen geht's aber jetzt ab in die Wüste. Die Schafe am Strassenrand werden seltener und bald sind nur noch die Streifen an den Bächen grün. Auch die Strasse wir zunehmend holpriger. Die letzten 10 km sind ech mühsam.Oft kann ich nur noch im Schrittempo fahren. Doch endlich komme ich im Geothermalgebiet Hveravellir, mitten im Hochland auf 700m Höhe gelen, an. Doch auch der Nebel ist angekommen.

Die Strasse wird holpriger

Schafe sieht man seltener ...

... oft am Bach beim trinken
Holprige Strasse

Hveravellir

Nun bin ich angekommen. Hier in Heravellir gibt es viele heisse Quellen und Fumarolen. Das ist doch ideal zum Baden. Nachher gibt's einen Apfelkuchen. Sieht allerdings ein wenig mickrig aus für fast 12 Franken ohne Kaffee. Am Abend bricht doch noch mal die Sonne durch. Mit einem Abendspaziergang durch die dampfenden Quellen beschliesse ich den Abend mit einem Schluck Wein.

Bad im Thermalpool

Apfelkuchen (Küchlein)

Campingplatz
überall dampft es

Mini Geysir im Abendlicht

Zeit fürs Bett







20.7.26

Island Eclipse 26 - 5 - Sagenhaftes Land - Landwirtschaft im Norden

 

Morgen in Akureyri

Der Norden Islands ist geprägt von zwei Sachen. In ganz Island gibt es, wie auch im schweizerischen Alpenraum, eine grosse Vielfalt an Sagen und Legenden. Besonders ausgeprägt ist das im Skagafjördur. Ich werde auch ein paar sagenhafte Orte besuchen.

Hier im Norden ist auch das zweitgrösste Landwirtschaftsgebiet Islands. Pferde und Heuwirtschaft sind hier allgegenwärtig.


Montag 20. Juli 26 - Auf in den Skagafjord

Mit einer wunderbaren Morgenstimmung werde ich geweckt. Das soll laut Wetterbericht nicht so bleiben. Na sehen wir mal. Ich suche ein verstecktes Bad tief im Hörgadalur. 

Hörgadalur

 
Regenwolken über den Bergen
Ich kämpfe mit widersprüchlichen Beschreibungen und das Wetter hat gedreht. Ein giftiger Wind und Nieselregen empfängt mich. So kehre ich um und fahre zurück auf die Ringstrasse. Diesen spitzigen Berg werde ich nun von der anderen Seite ansehen.

Reitergruppe

 
Dunkle Wolken
Bis sich das Wetter ändert mache ich erst mal Pause am Fluss. Ich sehe dem Regen und den Wolken zu und siehe da, bald kommt der blaue Himmel wieder zum Vorschein. En kann losgehen über die Öxnadalsheidi in den Skagafjord.

Rastplatz an der Öxnadalsa

Thverarett

Öxnadalsheidi 540m

Nun bin ich im Skagafjördur angekommen, dem Land der Sgas. Hier sieht man immer wieder Pferde. Gefühlt jrder zweite Bauernhof ist ein Pferdegestüt. Natürlich sieht man auch ein paar Heuballen. Es weden wohl tausende sein.

Pferde

Heuballen wohin man sieht

Schöne Wolkenformation bei Varmahlid

Das Navi führt mich in eine Sackgasse. Eine ideale Gelegenheit für eine Übernachtung am Fluss. Es ist schön ruhig hier. Abends um 23 Uhr kommen nur ein paar Fischer vorbei.

Abend am Heradsvötn

Sonnenuntergang hinter den Wolken


Dienstag 21. Juli 26 - Strand oder Schwimmbad

Da ja meine Solaranlage weiterhin nicht funktioniert, bis ich auf Strom im Restaurant angewiesen, um meine Geräte aufladen zu können. So warte ich hier vor der Olis Tankstelle bis sie aufgeht, dokumentiert von der Verkehrskamera.

Frühstück am Heradsvötn

nur 1 Auto vor der Tankstelle

Alles ist geladen und das Blog nachgeführt, es kann weitergehen, zunächst an den langen schönen Sandstrand im Skagafjördur.

Grafargilsrett
 

Glaumbaer

 
Glaumbaerkirkja ...

... und innen

Sandstrand bei Saudarkrokur

Beim Fährmann Jon Osmann mache ich Mittagshalt. Ich geniesse die Aussicht auf den Sandstrand, dem Skagafjördur bis hinaus auf die Feldeninsel Darangey, wohin Grettir der Starke verbannt wurde. Die Sage erzählt, dass im mal das Feuer ausgieng. Also ist er hinübergeschwommen zum Grettislaug, wo er sich aufwärmen konnte. Danach mir dem Feuer zurück auf die Insel. Eigentlich unmöglich, aber er war ja Grettir der Starke.

Strecke Drangey - Grettislaug

Da kriegt man doch Hunger. Also Mittagessen und dann die Füsse hochlagern.

Würstchen mit Salat
 
Aussicht geniessen

Nun fehlt nur noch ein Bad zum Abschluss des Tages. Das Meer war mir doch ein wenig zu kalt. Ganz hinten im Hjaltadlur soll es ein kleines heisses Naturbad geben.

Leuchtturm Hegranesviti und Insel Dragney

 
Pferde im Hjaltadalur


Heisswasserleitung

Biskuplaug geschlossen

Holar

Holardomkirkja
Islandfahne

Das Schwinnbad von Hofsos liegt wunderbar gelegen in den Basaltklippen und man hat einen schönen Blick auf den Skagafjördur und Dragney. Ein schöner Abschluss des Tages. Nach dem Bad geniesse ich die Aussicht auf den Hafen. Im Fjord liegt ein Schiff der Küstenwache. Die Kadetten waren an Land um ein Eis zu essen und kehren nun mit dem Boot zum Schiff zurück.

Sundlaug Hofsos


Kadetten im Ausgang

Rückfahrt aufs Schiff


Mittwoch 22. Juli 26 - Skaga Halbinsel Umrundung

Am Morgen regenet es und das Wetter scheint beständig zu sein. Also passe ich mein Reiseprogramm entsprechend an. Nach einem späten Frühstück geht's dan wieder nach Saudarkrokur. Dort mache ich eine kleine Tour durch die Bauernhöfe auf Hegranes.

Die blaue Kirche von Hofsos

 
Regen in den Bergen

Flusslandschaft am Heradsvötn

Mehr >Ziegen als Autos auf der Strasse

Ripjukirkju

Auf dem Bauernhof von Rip steht eine Kirche, wie so oft auf abgelegenen Bauernhöfen. Hier gib's aber noch was anderes zu sehen. Hier werden Rasenziegel produziert, die dann verwendet werden um kleinere Landschäden bei den Aussichtspunkten zu reparieren. Man kann nich einfach neues Gras ansähen, das dauert zu lange. Vermutlich haben darum die Isländer den Rollrasen erfunden, den es in allen Varianten zu kaufen gibt. Inzwischen gib es das auch bei uns.

eine Ladung Rasenziegel

 Immer wenn der Regen kommt, schwärmen die Jauchefässer aus. Das ist in Island nicht anders, aber hier ist alles ein wenig grösser.

Güllenfass

 
Regenwolken

Die Regenwolken laden zu einer Kaffeepause ein. Hier gibt es auch ein Cafe, das Schwarzwälertorten anbietet. Es hat den passenden Namen Kaffi Schwarzwald, leider ist es seit einiger Zeit geschlossen. Also weiche ich auf das Kaffi Krok aus. Da gibt's feine Skir Desserts und auf einem riesigen Bildschirm dazu passend isländische Landschaften.

Skir mir Heidelbeeren

Trotz des unsicheren Wetters will ich nun die Skaga Halbinsel umrunden, was rund 100km Schotterstrasse bedeutet. Von hier hat man ein paar schöne Aussichten auf den Skagafjördur, und einen schönen Wasserfall, wo sich der Bach lange rumschlängelt, bevor er sich endlich in die Tiefe stürzt.

Bilk auf den Skagafjord und die Insel Dragney
 
verfallenes Grassoden Haus

Ketubjörgfoss
Ein Dach über den Heuballen

Pferd in der Wiese

Ganz im Norden plane ich die Nacht zu verbringen und auf einen schönen Sonnenuntergang zu hoffen. Wegen des stürmischen Windes muss ich aber aufgeben, es schaukelt zu stark. So fahre ich weiter bis Skagaströnd.

Skagataarviti an der Nordspitze
 
Sonnenuntergang in Skagastrand


Donnerstag 23. Juli 26 - Ein verregneter Vormittag

Heute bleib ich ein wenig länger liegen. Mal Ausschlafen ist auch nicht schlecht. Doch gegen Mittag zänkelt die Sonne.Ich muss raus.

Trüber Morgen

 
Die Sonne zeigt sich


Stöcke zur Vogelabwehr
Jetzt könnte ich eine Vogelwanderung machen, aber ich habe andere Pläne. Der Wetterberich sagt für Nachmittag schönes Wetter voraus.

Fischerboot kehrt zurück

auch Seezeichen müssen mal neu gestrichen werden

moderne Kirche in Skagaströnd

Jetzt bin ich in Blonduös, einem der Ausgangspunkte für ins Hochland. Ich nehme also einen zweiten Anlauf, um das Hochland zu erkunden.

Kirche in Blönduos