26.7.26

Island Eclipse 26 - 7 - Der Westen ist nur halb so wild

Sonnenaufgang am See

Im Westen Islands liegt die Hauptstadtregion rund um Reykjavik. Hier bestimmt also eher das Urbane Leben und nicht die Natur den Tackt. Natürlich lieben auch die Isländer gerne die Natur, aber am liebsten vom 4x4 Jeep aus. Dazu fahren sie auch gerne auf die Sneafells Halbinsel.

Aber unterwegs gibt's einiges zu sehen, also nehme ich die Qual auf mich.


Sonntag 26. Juli 26 - Immer schön der Stromleitung nach

Noch ein kleiner Pass ist zu bewältigen bis zu meinem Morgenbad. Ich bin früh unterwegs, bevor die Touristen kommen. In Island wird ein grosser Teil des Stromes mit Wasserkraft erzeugt. Irgendwie muss die Energie auch nach Reykjavik kommen. So führen auch mehrere Hochspannungsleitungen über den Uxahryggir. Ich brauche also nur den Leitungen zu folgen.

Morgenbad im Krosslaug

Hier komme ich jedes Mal vorbei, einersetits wegen dem schönen Naturbad mit einer Temperatur von über 40°, andererseits wegen der guten Rhabarberkonfi vom Hof Reykir. Das Bad habe ich ganz für mich allein. Nachher schnappe ich mir die 2 letzten Gläser Marmelade und geniesse das Frühstück am Bach. Die heissen Bäder liegen oft an den alten Pilgerwegen. So ist auch die nächste Kirche nicht weit. Ganz in der Nähe gommt das heisse Wasser mitten in der Wiese zum Vorschein und wird zum Heizen der Bauernhöfe genutzt.

Pönnukaka mit Rhabarber

  
Englandshverir

Lundurkirkja

So gestätkt kann ich weiterziehen nach Borgarnes. Unterwegs sehe ich einige Häuschen wo es aus allen Ritzen dampft. Hier sind Borsstellen für Warmwasser. An der Strassen stehen oft so Pumpenhäuser und man sieht die Leitung, die das Warmwasser bis nach Akranes bringt.

Pumpenhaus neben der Strasse

 
Heisswasserleitung

Der Hvita Fluss schlängelt sich durch die Ebene

Schon die alten Dichter fröhnten der Badekultur. Davon zeugt auch der Ort Reykholt. Neben der alten Kirche liegt ein Bad, wo sich Snorri Sturluson erlabte.

 
alte Kirche von Reykholt ...

  

... und innen

 

Snorralaug

Blumen am Wegrand

Nun zweige ich aber ab in Richtung Walfjord, denn ich habe ein Date mit Maria und Asta, doch davon morgen mehr.

 













23.7.26

Island Eclipse 26 - 6 - Hochland zum Zweiten - Bauernland - Wüste - Heisse Quellen - Wasserfall

 

Blönduos

Von Blönduos führt die Köljur Route quer durchs Hochland bis zum Gullfoss. Man kann sie mit einem normalen PW fahren. Diese Strasse ist aber nur was für Hartgesottene, denn nach den ersten km gute Strasse kommt eine elende Rüttelpiste, die elendig lang ist.

Aber unterwegs gibt's einiges zu sehen, also nehme ich die Qual auf mich.


Donnerstag 23. Juli 26 - Der Nachmittag schickt mich in die Wüste

Jetzt ist die Sonne da und strahlt von einem blauen Himmel. Es kann also losgehen. Zuerst geht es auf Teer und dann auf guter Schotterstrasse durch Bauerland, vorbei an Seen zum Blanda Kraftwerk.

Bauernhöfe

 
am Bland Fluss

 

Blöndustöd Virkjun

 

Staudamm Gilsarlon

Damm Blöndurlon Stausee

Nach den vielen Seen geht's aber jetzt ab in die Wüste. Die Schafe am Strassenrand werden seltener und bald sind nur noch die Streifen an den Bächen grün. Auch die Strasse wir zunehmend holpriger. Die letzten 10 km sind ech mühsam.Oft kann ich nur noch im Schrittempo fahren. Doch endlich komme ich im Geothermalgebiet Hveravellir, mitten im Hochland auf 700m Höhe gelen, an. Doch auch der Nebel ist angekommen.

Die Strasse wird holpriger

Schafe sieht man seltener ...

... oft am Bach beim trinken
Holprige Strasse

Hveravellir

Nun bin ich angekommen. Hier in Heravellir gibt es viele heisse Quellen und Fumarolen. Das ist doch ideal zum Baden. Nachher gibt's einen Apfelkuchen. Sieht allerdings ein wenig mickrig aus für fast 12 Franken ohne Kaffee. Am Abend bricht doch noch mal die Sonne durch. Mit einem Abendspaziergang durch die dampfenden Quellen beschliesse ich den Abend mit einem Schluck Wein.

Bad im Thermalpool

Apfelkuchen (Küchlein)

Campingplatz
überall dampft es

Mini Geysir im Abendlicht

Zeit fürs Bett


Freitag 24. Juli 26 - Ratternd gegen Süden

Schafe und Nebel in Hveravellir

Der Morgen beginnt neblig. Da sist hier in Hveravellir fast schon Standard. Ich rattere also weiter durch die Wüste. Gestern habe ich schon ein wenig Bekanntschaft mit den ruppigen Strassen im Hochlang gemacht. Aber das ist erst der Anfang. Die nächsten 50km geht's so weiter. Manchmal frage ich mich, warum tu ich mir das an. Aber nur so kommt man zu den schönen Plätzen.

Ein Stein in der Wüste

Aussichtspunkt Biskupstungur

ein Auto in der Wüste
die Gletscher verstecken sich noch

Reitergruppe auf der Köljur
wer hat mehr PS?

kleine harmlose Furt

Mein nächstes Ziel Kelingarfjöll. Zuerst komme ich am Flugplatz vorbei. Jeder noch so kleine Ort in Island hat eine Flugpiste um immer erreichbar zu sein. Hier gibt es ein Tal mit vielen heissen Quellen. Sie sind aber nicht zum Baden da, asser man will gekocht werden. Durch Kelnigardalur führt ein Weg an den dampfenden und fauchenden Stellen vorbei.

nicht Keflavik sondern Kelingarfjöll

 

Kleinseilbahnen gibt's auch in Island
hier geht's mit einer Kiste über den Fluss 


tossender Fluss

Kelingarfjöll Base Camp

Über eine steile Piste fahre ich zum Kelingardalur mit den Heisstemperaturgebieten auf ca. 1000m ü. M.

wer bestaunt wen?

das heisse Tal
 
wandern zwischen heissen Quellen

 

Picknik bei der Dampffahne

Nun geht's wieder runter. Da kommt mir eine Läuferin entgegen. Morgen ist hier ein Bergrennen angesagt. Immerhin hat die Sprinterin noch genug Energie, um gleichzeitig ein Selfie zu posten.

Strasse mit tiefen Schlaglöchern

 
Läuferin mit Handy
Bad in Kerlingarfjöll

Ende in Sicht

Schliesslich erreiche ich das Ende der Köljur Strecke beim Gullfoss und ich strecke mich aus für den verdienten Schlummer in der Nacht.



Samstag 25. Juli 26 - Golden Circle

Nach der Einsamkeit des Hochlands bin ich wiederum da angekommen, wo sich all die Touristen tummeln. Am Morgen früh ist es noch ruhig am Gullfoss, aber so ab 10 Uhr geht der Rummel los. Aber da sitze ich bereits am Kaffee und mache mich bald auf zum Geysir.

Gullfoss

 Hier beim Geysir hat's bedeuten mehr Leute. Allerdings habe ich das Gefühl, es ist gegenüber den letzten Jahren eher ruhiger geworden. Trotzdem stauen sich zeitweise die Autos vor dem Parkplatz oder sie stehen sich beim Warten auf den Geysir auf den Zehen rum. Gleich auf dem Weg zu Strockur gibt's einen hübschen Ausbruch, aber nachher kriege ich nur noch ein paar Rülpser zu sehen. Ich schau mir noch ein kleines Naturbad in der Nähe an.

Der Geysir in Aktion

 
Stau vor dem Besucherzentrum

hier beim Kuhlaug hat's weniger Leute

dazu passend, ein kuhles Restaurant

Zum Abschluss des Golden Circel gehört noch der Nationalpark Thingvellir. Am Abend wandere ich ein wenig im Park. Der markante Öxarafoss stürzt sich in die Allmania Schlucht. Vor 1000 Jahren haben sich die Isländer einmal im Jahr in diesem Graben und Umgebung getroffen und die Gesetze beraten und Urteile gefällt. Auf dem Lögberg wurde Gericht gehalten. Island gilt somit als älteste Demokratie. Das interessiert heute aber niemand mehr. Alle wollen zwischen Amerika und Europa tauchen. Da bei ist nicht ganz klar, wo nun die Grenze zwischen den Kontinenten verläuft. 

Thingvellir

Taucher stehen Schlange bei der Silfra Spalte
Öxarafoss

Allmännerschlucht
Island Flagge

Lögberg (Gsetzesberg)

Ich ziehe aber noch ein stück weiter auf der Strasse mit dem klingenden Namen Uxahryggurvegur und nächtige an einem Bergsee. Es wird zwar kalt diese Nacht, also packe ich mich warm ein.

Pferde hinter dem Reitweg

 
Bergsee am Uxahryggurvegur