22.10.16

Immer wieder Island

26. Okt. -  9. Nov. 2016

Dieses Jahr war ich noch nie in Island. Das muss sich schnellstens ändern.
Am Fernweh Festival in Bern habe ich mich beim Vortrag Inseln des Nordens von Kerstin Langenberger und Olaf Krüger eingestimmt auf diese Reise.
Nun geht es also los am nächsten Mittwoch.
aktualisiert 9.11.16 - 16:30

Nordlichtalarm!

Island ich komme! Nur noch wenige Stunden bis zu meiner Abreise. Morgen früh gehts los via Genf.
Im isländischen Wetterbericht wird die Aussicht auf gute Nordlichter verkündet. Leider ist nicht nur die Nordlichtaktivität "Very high", sondern auch die Wolkenschicht. Hier regnet es in Strömen und in Island sieht das Wetter ähnlich aus. Ich bin gespannt was mich diesmal in Island so alles erwartet.


Mittwoch 26. Okt. - Islandwetter

Heute ist das Wetter in der Schweiz schon ziemlich isländisch. Ich kann mich also optimal auf den Norden einstellen.
Nasser Start in Alpnachstad
Auf dem Weg zum Flughafen Genf begleiten mich Regenschauer und Nebelfetzen. Am Nachmittag zeigen sich allerdings die ersten blauen Störungen am Wolkenhimmel. Am Flughafen treffe ich beim Einchecken die ersten Isländer, nämlich den Sohn von Margrit mit seinen 3 Buben. Der Zufall wollte es, dass wir im gleichen Flug nach Island reisen. Mit einem ruhigen und schönen Flug bin ich bald über Schottland und dann gegen Abend in Keflafik. Hier geniesse ich noch ein paar schöne Stunden und beschliesse den Abend mit einer Kjuklingamaltid.

Guckloch auf Schottland
Abendliche Landung in Keflavik
Leuchturm in Gardur

Isländischer Kassabon im Ausgang


Donnerstag 27. Okt. - Regen-Sonne-Wind-Schnee

Eins kann man über Island sagen; Hier gibt es jedes Wetter, jeden Tag. Willst du auswählen was du gerne hast, dann warte einfach einen Moment. Alles ist relativ, hat schon Albert Einsteln gesagt. So dauert der Islaändische Moment zwischen 1 Minute und einer Woche. Heute hat das Wetter im Minutentakt gewechselt. So habe ich also von jedem Wetter genügend bekommen.

Sonne und Wolken kämpfen um die Vorherrschaft
Momentan hat die Sonne die Nase vorn
Dramatische Stimmungen - über und unter der Erde
Ein Herz im Schneesturm
Vor mir liegen viele interessante Erlebnisse
Ein ertses schwaches Nordlicht.
Das Warten bis 1 Uhr Nachts hat sich gelohnt, ein erstes schwaches Nordlicht erscheint zwischen den Wolken über Reykjavik.


Freitag 28. Okt. - Rund um Esja

Beim Morgenessen schaue ich den Schneeflocken zu, die auf Reykjavik hinunterschweben. Kommt nun endlich der Winter nach Island. Darauf gibts noch keine abschliessende Antwort. Ein feines Schäumchen ist immerhin in höheren Lagen liegengeblieben. Wie gestern ist das Wetter alles andere als langweilig. So mache ich mich auf, den Hausberg von Reykjavik, die Esja zu umrunden.

Ausblick vom "Perlan" auf Reykjavik und Hallgrimskirkia mit Sonne und Wolken
Kurzes Schneegestöber beim "Solfari"
Blick von Seltjarnes auf die Esja
Islandpferde oberhalb Reykjavik
Abzweigung zum Valfjödrur

Abendstimmung bei Mosfellsbaer an der Ringstrasse


Samstag 29. Okt. - Schärmäwetter

Heute beginnt das Wetter ähnlich wie in den letzten Tagen, mit einem kleinen entscheidenden Unterschied, es bleibt beständig.
Wahlbüro im Perlan
Diesen Samstag sind Parlamentswahlen in Island. Ein Wahlbüro wurde unter anderem auch im Perlan eingerichtet. Das es nicht immer einfach ist, die Wahlen für alle Inselbewohner zu gewährleisten, zeigt folgende Geschichte. Weil die Insel Grimsey in den letzten Tagen nicht erreichbar war, kam die Wahlurne per Flaschenpost.

Stadtrundfahrt oder Shopping

To Do Liste für Regenwetter:
- Chillen, denn die nächsten Nächte könnten lang werden
- Museumsbesuch, zB das skurile Penismuseum oder eine der vielen Galerien besichtigen
- Stadtbummel und Shopping / einen der vielen Weihnachtsshops besuchen
- Kulinarische Reise: Hakarl / Svið - gesengter Schafskopf / Hummersuppe

Nun kannst du rätseln, was davon habe ich besucht?


Sonntag 30. Okt. - Kultursonntag

Heute tauche ich ein in die isländische Kultur. Am Mittag besuche ich das Konzerthaus Harpa. Dieser imposante Bau fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Hier werden an einer Gesundheitsmesse Fitnessgeräte, Biosäfte und Sportlernahrung vorgestellt. Nach einer kurzen Rückenmassage besuche ich ein Konzert mit isländischen Liedern. Da das Wetter weiterhin beständig ist, werde ich auch heute keine Stricke zerreissen. Über die Hellisheidi geht es weiter nach Selfoss. Nach einem Kaffe bei Margrit beziehe ich mein Nachtlager am Ulfljotsvatn.
Konzerthaus Harpa
Islandlieder
Blick auf Hveragerdi
Nach einem eher trüben Tag bin ich in der Nacht wieder mal auf Nordlichtjagd. Die Ausbeute ist allerdings bescheiden.


Montag 31. Okt. - Dichtestress an der Südküste

In Island gibt es die Edda-Hotels. Das sind Schulen die in den Sommermonaten als Hotel für Reisende dienen. Hier kann amn dann oft auch in Schulzimmern übernachten. Daneben werden auch immer mehr Schulen geschlossen und die Gebäude dann anderweitig genutzt. In si einem Schlthaus auf dem Land ist seit einigen Jahren ein Hostel eingerichtet. Hier im Ljosafossskoli - Hostel bin ich 2 Nächte zu Gast. Es hat ca. 10 Zimmer, einen grossen Esssahl mit Küche und eine Turnhalle. Die Lage in der Nähe des Thingvallavatn ist Ideal als Ausgangspunkt in die Natur und mit dem Auto sind die 20km nach Selfoss kein Problem.

Das Wetter ist wieder mal wunderschön aber viel zu warm für die Jahreszeit. Eine gute Gelegenheit für einen Ausflug an der Südküste bis Vik.
Schade nur, dass Island von immer mehr Touristen vor allem aus Asien regelrecht überrillt wird. Jetzt ist man auch im Winter nie mehr allein an den Sehenswürdigkeiten. Das macht natürlich eine Schilderflut und Abschrankungen nötig, da jetzt die "gesitteten" Touristen klar eine verschwindende Minderheit sind. Schade um Island. Ich werde jedenfalls in Zukunft vermehrt auf abgelegene Gebiete ausweichen.
Herbstlandschaft bei Selfoss
Am Urridafoss
Imbisstand und Parkplatz am Seljelandsfoss
Skogafoss
Ausblick von Dirholey
Abschrankungen und Verbote überall
Abendstimmung um 16 Uhr bei Vik i Myrdal


Halloween in Thingvellir


Es ist um die Geisterstunde im Nationalpark Thingvellir. Ich bin unterwegs an Halloween wie fast jede Nacht. Nicht als Horrorclown mache ich die Nacht unsicher. Ich habe es mehr mit der Aurora, mit der Aurora Borealis.


Dienstag 1. Nov. - Hochland im November

Nach einer klaren Nacht ist erstmals Frost aufgetreten. Es ist aber immer noch zu warm und in den Bergen liegt kaum Schnee. So mache ich mich heute an diesem strahlend schönen Novembertag auf, um das Hochland beim Gullfoss ein wenig zu erkunden.

Islandpferde bei Fludir
Geothermie wird überall genutzt
Hochlandstrasse Köljur
Wenig Schnee im Hochland
Das Gebiet beim Geysir und Gullfoss wird auch in der Winterzeit von sehr vielen Touristen besucht. Trotzdem konnte ich mir einen kurzen Besuch nicht verkneifen. Allerdings plane ich im nächsten Sommer mal Morgens um 3 Uhr hier zu sein, um endlich mal wieder dieses Naturwunder in Ruhe zu bestaunen.
Geysir in Aktion
Abend am Walfjord
Abends schlägt das Wetter um. Nach einer schönen Abendstimmung gibts eine regnerische Nacht. Gut so, ich kann endlich meinen Blog aktualisieren und muss nicht die ganze Nacht den Nordlichtern hinterherjagen.



Mittwoch 2. Nov. - Kaffee und Kleinur Tag

Mit einem Lachttoast bin ich gut in den Tag gestartet. Ich habe mir viel vorgenommen für diesen Tag; viel viel Kaffee! Den ganzen Tag über passt das Wetter bestens zu diesem Motto.

Kaffee und Kleinur



Donnerstag 3. Nov. - Mein eigener Vulkan


In der Nacht hat es noch geregent und dann am Morgen blinzelt die Sonne wieder mal zwischen den Wolken durch. Also nichts wie los in Richtung Breidafjord. Heute habe ich wie auch die folgenden Tage in Bifröst übernachtet. Mitten in der Lava eines nicht mehr in Betrieb stehenden Vulkans ist das Hotel Bifröst in einem ehemaligen Schulgelände untergebracht. Heute gibts keine Schule mehr, aber diverse Kurse werden in diesem Seminarkomplex durchgeführt. Als erstes besteige ich dem Krater gleich neben dem Hotel. Im Gegensatz zur Südküste habe ich hier diesen Vulkan für mich allein.

Bifröst
Ausblick vom Kraterrand des Grabrok
Bauernhof am Breidafjördur bei Budardalur
Nebelschwaden am Hrutafjördur


Freitag 4. Nov. - Der Eingang zum Mittelpunkt der Erde

Im Buch "Reise zum Mitelpunkt der Erde" beschreibt Jules Verne den Eingang auf dem Vulkan Snaefelsjökull. Heute besuche ich die Halbinsel Snaefelsnes. Mal schauen, ob ich dem Mittelpunk der Erde ein wenig näher komme.

Ein paar Wolken machen diesen Schafen gar nichts aus
Noch 100 km bis zum Ziel
Das Navi ist anderer Meinung


Grundarfjördur mit Kirkjufell
Wasserfall mit Kirkjufell
Am Nachmittag verziehen sich die Wolken am Snaefelsjökull
Abendstimmung bei Arnarstapi
Interessante Felsformationen
Eindeutig zwei Seeungeheuer die sich küssen
Ja das war heute wieder mal ein superschöner Tag. Am Nachmittag haben sich langsam fast alle Wolken verzogen und ich hatte einen so schönen Blick fauf den Snaefellsjökull wie schon lange nicht mehr.. Beim einnachten fahre ich die gut 100 km nach Bifröst zurück. In Island sind halt die Strecken ein wenig anders als in der kleinräumigen Schweiz. Ab 18 Uhr wird es jetzt Nacht und am Morgen so ab 9 Uhr hell. Heute gibt es eine klare, kalte Nacht. Was machen wohl die Nordlichter.

Nordlicht über Bifröst

Das mit den Nordlichtern ging voll in die Hose. Ich konnte zwar am Anfang ein paar Fotos schiessen, dann aber bildete sich eine Eisschicht auf dem Objektif und aus wars. So habe ich zwar ein paar schöne Aurora gesehen, aber die sind nun exklusiv für mich in der Erinnerung gespeichert.



Samstag 5. Nov. - Sonne im Norden

Auch heute ist ein sonniger Tag. Nach Wetterbericht ist's im Norden am schönsten. Also mache ich mich auf nach Hvamstangi.

Die Sonne kommt und ein Gipfeli am Himmel
Ich geniesse den Tag wie diese Islandpferde
Beim Hvitsewrkur
Auf schönen Abwegen bei Blönduos
Leuchtturm und Schafpferch bei Hvammstangi
Den Mond entgegen - und den Wolken zu




Sonntag 6. Nov. - Kommt der Winter?

Der Heutige Tag wird auf dem Handy nicht als Sonntag, sondern als Sonnig angezeigt. Dank diesem Übersetzungsfehler der Chinesen habe ich die Sonne immer bei mir.

Islandwetter - Nur der Schnee fehlt noch

Wider erwarten bin ich heute doch noch zu meinem Nordlicht gekommen. Beim Einkauf im Bonus drückt mir ein Knabe einen Flyer in die Hand; Töfrar Himins (Magie Himmel), Nordlichtshow im Tonlistarskoanum um 16 Uhr. Also nichts wie hin!

Nordlichtshow in Akranes
Der Fotograf: www.flickr.com/jonrrr. Zum Dank schenke ich den zwei Buben, die mich so erfolgreich angeworben haben eine Remi Schokolade.



Montag 7. Nov. - Akranes

Lachs zum Z'Morge

Schlüsselbund
Leuchturm von Akranes

Wie meist in Island, gönne ich mir einen Lachstoust zum Frühstück. Island ist die gröste Fischereination Europas und nirgends gib es besseren Fisch. Isländer sind auch äusserst praktisch veranlagt. Das sieht man zum Beispiel auch am "Engländer" am Hausschlüssel, so kann man sich helfen wenn mal das Schloss nicht funktioniert.
Beim Leuchtturm von Akranes nehme ich Abschied vom Westen und fahre durch den einzigen Unterseetunnel zurück nach Reyhjavik.
Tunnel unter dem Walfjördur
Konzerthaus Harpa
Enten in Reykjavik
Das heutige Wetter ist bestens geeignet für einen Kulturtag in der Hauptstadt. Neben der Fischerei hat Island einen weiteren Exportschlager zu bieten, die Sängerin Björk. Also besuch ich in der Harpa die Virtuelle Ausstellung "Björk Digital". Mit Björk ist es ähnlich wie mit Island: Man liebt sie oder man hasst sie. Eins hat aber Björk DJ Bobo voaus, sie kann singen. Am Abend mache ich es wie die Enten, ich gehe spazieren am Strand.


Dienstag 8. Nov. - In der Hauptstadt

Langsam gehen die Tage in Island zur Neige. Heute werde ich mich aufmachen Richtung Reykjannes Halbinsel. Mal schauen was der letzte Tag so bringt.
Ausblick vom Hotel Cabin um 8:30
Ein letzter Blick auf Reykjavik
Ein wenig Sonne über Aftanes
Der Alte und der Neue Leuchturm in Gardur
Nur weinge Sonnenstrahlen finden heute den Weg durch die Wolken. Via Hafnafjördur, Kleifarvatn, Keflavik fahre ich nochmals an die Spitze der Rekyanes Halbinsel und verabschiede mich bei Gardur von Island. Nächsten Frühlich komme ich wieder.


Mittwoch 9. Nov. - Heimreise via Kopenhagen


Flagge auf Halbmast
Heute verlasse ich Island. Das ist kein Problem, denn ich kann ja jederzeit wiederkommen. Geplant ists im nächsten April. Viel schwerwiegender ist es, dass Amerika mit Donalt Trump einen denkbar schlechten Präsidenten bekommt. Das hat vor allem für die kleinen Leute grafierende Auswirkungen. Deshalb setze ich die Flagge auf Halbmast.
Hier werden die vielen Mietautos zurückgegeben
Abschied am Flughafeb Keflavik
Zwischenlandung in Kopenhagen


14.3.14

Operation Aurora Borealis

Ein Mondsüchtiger in Island

Noch 2 Tage bis Vollmond. Eine gute Zeit um in Island auf die Jagd nach dem Nordlicht? Eigentlich sprechen 2 Dinge dagegen:

  • Das Nordlicht ist in Island schwieriger zu beobachten als etwa in Skandinavien, denn hier verdecken mehr Wolken den Himmel.

  • Bei Vollmond sieht man das Nordlicht schlecht, da es meist zu hell ist.

Da ich aber selten den einfachsten Weg wähle, werde ich nun also die nächsten Tage bei Vollmond in Island auf der Suche nach den flirrenden Lichtern an der Südküste umherirren.

Für den Anfang ein Mondbild von heute Abend in Ennetmoos.


Bald ist Vollmond über dem Stanserhorn

 

Samstag 15. März 2014

Vom Frühling in den Winterregen

Nach einer kurzen Nacht mit letzten Vorbereitungen, Packen und Vorfreude geht bald mein Flug von Zürich über London nach Keflavik. Nun bin ich also am Flughafen und in einer Stunde in der Luft. Das schöne Frühlingswetter macht Pause, wahrscheinlich um mich auf die Wetterverhältnisse in Island vorzubereiten.
Dieses Schild in Heathrow ist ein gutes Reisemotto 
In London scheint die Sonne und es ist frühlingshaft warm. Die Engländer sind berühmt für ihr geduldiges Schlange stehen. So sagt man, wenn 2 Engländer an der Bushaltestelle warten, fragt der Eine den Anderen, wo denn hier die Schlange anfängt. Bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen musste ich allerdings dieses Vorurteil beerdigen. Hier sind die Engländer genauso gut im drängeln wie alle anderen auch.

Ankunft in Island

Am späten Nachmittag treffe ich in Keflavik ein. Das Wetter ist viel weniger garstig als im Wetterbericht angedroht. Es ist zwar bewölkt, aber fast hätte es die Sonne geschafft ein wenig hervorzublinzeln. Einzig der Wind bläst in seiner gewohnten Stärke, als wolle er den Frühling in seine Schranken weisen. 
Von einem Spaziergang zu meinem Lieblingsleuchtturm lasse ich mich aber dadurch nicht abhalten. Am Abend gehe ich wie die Isländer auch in den Ausgang. Viel Familien tummeln sich in der Fastfood-Spielsalon-Videothek am Samstagabend. An der Tankstelle für kleine Schleckmäuler, eine Wand voll mit vielen Süssigkeiten, decken sie sich ein mit Lakritze und Zuckersteinen.

Sonntag 16. März 2014

Ein windiger Tag

Die Strandpromenade von Keflavik
Eine stürmische und regnerische Nacht liegt hinter mir. Immer wieder treibt der Wind Regenschauer an mein Fenster. So habe ich genügend Zeit mein Schlafmanko wieder auszugleichen. Ja ja, der isländische Wetterbericht scheint für einmal zu stimmen. Doch morgens um 8 bin ich plötzlich hellwach! Irgendwas stimmt nicht. Die Sonne scheint einfach so, obwohl sie eigentlich Pause hätte. Also nichts wie los ans Meer und ein  paar Fotos schiessen. Das Frühstück kann warten.
Am Kleifarwatn

Gestärkt mach ich mich dann gegen Mittag auf nach Sandgerdi. Die Sonne und kurze Schneestürme wechseln sich im Viertelstunden Takt ab. Es wird ein windiger Tag. Eilends ziehen die Wolken vorbei, aber immer wieder findet die Sonne eine Lücke und beleuchtet die Szenerie. So kommt es dass ich statt einem faulen Tag im Hotelzimmer, mich von Wind und Sonne über die Halbinsel Reykjannes treiben lasse, und so viele schöne Stimmungen erlebe.

Die freundlichen Strassenlampen von Njardvik
Abends dann Ausgang auf Isländisch.
Weisst du warum die Isländer trotz Vorliebe für Fast Food nie ins Mc Donalds gehen? Ganz einfach, weil es in Island keinen Mc Donalds gibt. Ich begebe mich also im KFC auf Spurensuche. Schon auf den Hinweg ist mir aufgefallen, dass nur wenige Leute unterwegs sind an einem Sonntagabend. Auch im Kentucky Chicken hat es nur 2 Gäste. Die Finanzkrise scheint noch nicht ganz überwunden.
Bei der Bestellung mache ich einen gravierenden Fehler. Ich bestelle einen grosse Portion Pommes. Ich bekomme eine so grosse Portion, dass sich eine 6 Köpfige Familie sehr darüber freuen würde. Du darfst 3 x raten, was ich morgen essen werde und was die Enten im ganzen Bezirk bekommen. Vor dem Schlafengehen betrachte ich noch den Vollmond und lasse mir kurz den Wind um die Ohren pfeifen.

Montag 17. März 2014

Die verborgene Welt

Heute scheint die Sonne Pause zu machen. Ich lasse mir also Zeit beim Frühstück und schaue meine Fotos an. Auch der Blog will aktualisiert werden. So mache ich mich erst am Nachmittag auf den Weg.
Bei den Elfen in Hafnarfjördur
Heute geht es nach Hafnarfjördur, der Stadt der Elfen. Rund ein Drittel der Isländer hat einen Universitätsabschluss aber über 50% glauben an Elfen und Verborgene Wesen. In Hafnarfjördur gibt es eine Elfenbeauftragte, die dafür sorgen muss, dass beim Strassenbau die Elfen nicht gestört werden. So kommt es, dass die Strassen oft eine unerwartete Kurve nehmen, oder dass mitten in der Stadt einzelne Grundstücke mit einem Felsen (Elfenhügel) nicht bebaut werden. Hafnarfjördur hat eine der grössten und vielfältigsten Populationen von Elfen auf ganz Island. Erla Stefansdottir hat eine Karte dieser Verborgenen Welt erstellt. Nun Mache ich mich also auf die Suche und klappere all die Verschiedenen Elfenhügel ab. Ich sehe viele schöne verwinkelte Gärten, aber keine Elfen. Sind sie noch im Winterschlaf? Aber die Aussicht über Hafnarfjördur ist grossartig. So ziehe ich also weiter nach Reykjavik. Das Wetter wird immer besser und bald feiert die Sonne den Sieg über die Wolken.
Aussicht vom Perlan über Reykjavik
Hoch ober über der Stadt steige ich auf die Heisswassertanks von Perlan. Hier wird die in Island Allgegenwärtige Energie aus dem Erdinnern gespeichert. Von der Ausichtsterrasse geht mein Blich über Reykjavik mit der Hallgrimskirche bis hin zu den verschneiten Bergen.
Am Stadtteich Tjörn kämpfen die Schwäne und Enten um jedes Stück Brot. Meine Pommes von Gestern werden aber verschmäht. Zum Sonnenuntergang fahre ich raus zum Leuchtturm Seltjarnes. Eine wunderbare Abendstimmung lässt mein Herz höher schlagen. Ich koste die Zeit aus, bis die Sonne im Meer versinkt. Jetzt ist bald 20 Uhr und es wäre an der Zeit, sich um das Abendessen zu kümmern. Aber vorher gehe ich noch ins Kino, und zwar ins Red Rock Cinema. Villi Knudsen hat einen ausgefallenen Beruf, er filmt Vulkanausbrüche. Nun ist er pensioniert und gesundheitlich angeschlagen. So kann er nicht mehr auf die Vulkane kraxeln. Wer weiss wie lange es dieses kleine originelle Vulkan Kino noch gibt. Auch bei der Tourist Info gibt es keine Prospekte mehr davon. Ich kenne Villi aber von früher und so sitze ich bald als einziger Gast im Kino und geniesse die nostalgische Atmosphäre.
Mein erstes Nordlicht dieses Jahr, gesehen bei Keflavik
Zum Abschluss des Abends geniesse ich eine feine Lobstersoup, (Best in Town) im alten Hafen. Nun geht es zurück nach Keflavik. Bein Leuchturm schaue nich nochmals gewohnheitsmässig ein wenig in den Mond. Doch Überraschung! Ein paar schöne Nordlichter flirren am Himmel und so kann ich Mond und Nordlicht zusammen geniessen.

Dienstag 18. März 2014

Sturm über der Hellisheidi.

Der Wetterbericht hat für heute Sturm angekündigt. Nichts desto trotz geht es weiter an die Südküste. Bereits kurz nach Reykjavik dann die ersten Schneeschauer. Und mitten drin in diesem Schneegestöber der erste grosse Gegensatz des Tages.
Geothermie Kraftwerk Hellisheidi
Hier ist das grosse Geothermie Kraftwerk das Reykjavik mit Strom und Heisswasser versorgt. Island liegt bekanntlich zwischen den Kontinentalplatten Amerika und Europa. Deshalb gibt es viele Hochtemperaturgebiete dicht unter der Erdoberfläche. Die Isländer nutzen diese kostbare Energie mit einem Kraftwerk. Wasserdampf aus mehreren Bohrlöchern treibt 4 Turbinen à 45 MW an. Dieses imposante Bauwerk bestaune ich nun. Nachher geht es weiter durch den Schneesturm weiter über die Hellisheidi Richtung Osten. Mit letzter Kraft (gemütlich im Auto) schleppe ich mich zu Margrit in Selfoss, wo ich mich in der warmen Stube (das Auto bleibt natürlich draussen) mit Kaffee und Kuchen stärke. Wir plaudern darüber, was Island so bewegt. Der Vulkan Hekla ist überfällig und steht offenbar kurz vor einem Ausbruch und trotzdem kraxeln die Touristen wie wild darauf rum.
Der Seljalandsfoss im Winter
Weiter will der Isländische Staat bei allen wichtigen Sehenswürdigkeiten Eintritt verlangen und überall ein Besucherzentrum hinstellen. Das ist grosses Thema bei den Einheimischen, denn sie wollen nicht im eigenen Land überall Eintritt zahlen, und auch die grossen Besucherströme werden langsam zum Problem. Bald kommen auf 300'000 Isländer 1 Million Touristen.
Bis kurz nach Hella begleitet mich noch Schneegestöber, dann klart es ein wenig auf und man sieht auch etwas von der Landschaft. Beim Seljalandsfoss ist die Umgebung wunderbar vereist, es sieht märchenhaft aus. Ich packe also meine Kamera und schiesse drauflos. Der Weg ist ziemlich vereist, so dass ich den Wasserfall nicht ganz umrunde. Nun ist es nicht mehr weit bis nach Skogar, wo ich mein nächstes Logis habe.

Mittwoch 19. März 2014

Mehr Süden geht nicht

Heute erkunde ich die Gegend um den südlichsten Punkt Islands. Allerdings sind die Temperaturen nicht so warm wie in der Schweiz. Hier ist es knapp über 0°, wogegen heute im Tessin gegen 22° erwartet werden.
Als Erstes geht's zum Skogafoss, auf deutsch in etwa "Wald Wasserfall". Heute sind nur 3-4 Fotografen unterwegs beim Wasserfall. Das Wetter ist auch nicht so besonders, bedeckt und windig. Trotzdem ist der mächtige Fall immer wieder ein Foto wert.
Schneeberge bei der Tankstelle in Vik
Nun will ich nach Dirholaey, dem südlichsten Zipfel Islands, aber kurz vor dem Ziel muss ich wegen Schneesturm umkehren. Ich will nicht riskieren hier steckenzubleiben. Auch auf der Weiterfahrt nach Vik i Myrdal muss ich oft im Schritttempo fahren, denn der Wind bläst immer wieder Schneegestöber über die Strasse, so dass man den nächsten Pfosten nicht mehr sieht. Nun betrachte ich also von Vik aus Rangisreynar, die Steintürme im Meer am südlichsten Punkt. Heutiges Schwerpunktprogramm ist also Kaffeetrinken. Am Nachmittag fahre und schlittle ich zurück nach Skogar. Skogar ist heute die Schneegrenze. Östlich liegt Schnee und Eis auf der Strasse, Westlich ist die Strasse trocken. Nun bin ich gespannt was der morgige Tag so bringt, denn ich will noch ein gutes Stück gen Osten.

Donnerstag 20. März 2014

Go Ost

Der Wetterbericht verspricht für heute eitel Sonnenschein an der Südküste. Da schaue ich mal aus dem Fenster, hier stimmt was nicht, es schneit und schneit. Ich beschliesse für heute mal dem Wetterbericht zu trauen, schliesslich will ich rund 300 km nach Osten. Und wirklich! Kaum bin ich bei Dirholaey, kommt die Sonne erst zögerlich, dann richtig schön hinter den Wolken hervor. Es ist richtig warm an der Sonne, man spürt nun auch in Island ein wenig Frühling. Und diese Sonne begleitet mich nun an der ganzen Südküste entlang. Schon bald ist der gestrige Schneeetag vergessen.

Bei Dirholaey
Die Kirche von Vik


Eis-Krokodil auf dem Jökulsarlon
Sonnenuntergang in Höfn
Die Berge funkeln um die Wette und ich geniesse das Leben und fotografiere drauflos.
Im Jökulsarlon hat es diesmal nicht so imposante Eisberge. Dafür sind sie mit einer dünnen Schneedecke verzuckert. Schliesslich entdecke ich doch noch ein eisiges Krokodil.
Am späten Nachmittag komme ich in Höfn an. Der Farmer bei der Unterkuft erzählt mir, dass die letzten Tage recht garstig waren und heute der erste wirklich schöne Tag ist. So kommt es dass ich den Sonnenuntergang am Hafen geniessen kann. Anschliessend gehe ich fein Essen. Heute gibt's Pizza, aber natürlich ein wenig speziell, nämlich mit Hummer. So beschliesse ich den wunderbaren Tag. Vielleicht gibt's ja zum Dessert noch ein kleines Nordlicht?

Aber ja doch! Ein schwaches aber schönes Nordlicht gleich bei der Farm, wo ich übernachte.

Nordlicht bei Höfn um 23:27


Freitag 21. März 2014

Wolken über dem Vestrahorn

Ganz so dramatisch wie im Untertitel beginnt mein Tag nicht. Erst mal geniesse ich einen Sonnenaufgang über dem markanten Berg Vestrahorn bei Höfn.
Sonnenaufgang über dem Vestrahorn
Da ich heut nicht weit reisen muss, kann ich den Tag langsam angehen. Das ist auch nötig nach der langen Autofahrt gestern und der nächtlichen Jagd nach Nordlichtern. Der Vormittag wird ziemlich sonnig. Am Nachmittag mache ich einen kleinen Ausflug nach Stokksnes. Hier beim Leuchtturm ist eine Radarstation und nebenan ein Wikingerdorf als Überbleibsel eines Filmdrehs. Gegen Abend übernehmen die Wolken immer mehr die Herrschaft, also ordne ich Fotos und höre Radio (SRF1). Auch der Blog will nachgeführt werden. Heut Abend koche ich selbst. Da es aber keinen Herd, nur eine Mikrowelle gibt, ist die Menüwahl ziemlich eingeschränkt. Es gibt Cous Cous mit dingsda Würstchen.

Samstag 22. März 2014

Mit der Sonne nach Süden

Heute geht es wieder zurück durch den Süden Islands. Eigentlich habe ich nur mit wenig Sonne gerechnet, aber das Wetter meint es gut mit mir.
Sonnenschein am Jökulsarlon
Ich bin ja diese Strecke schon einige Male gefahren, aber heute entdecke ich neue Gletscher und Berge, die ich noch nie gesehen habe. Natürlich mache ich wieder eine ausgedehnte Pause beim Jökulsarlon.
Am Abend gehe ich nicht gleich ins Hotel Anna, sondern muss unbedingt noch einen Abstecher zum Seljalandsfoss machen. Abends dann ein klarer Sternenhimmel. Ich lege mich also noch ein wenig aufs Ohr und dann um 22 Uhr geht's auf die Jagd nach Aurora. 
Ein schwaches Nordlicht über dem Skogafoss
Ich sehe viele Sterne, einige Sternschnuppen und erst kurz vor Mitternacht ein ganz schwaches Nordlicht.
Und das war wahrscheinlich auch mein letztes Nordlicht, denn ab Morgen sind Wolken und dann Dauerregen angesagt.

Sonntag 23. März 2014

Golden Circle

Früh aufstehen lohnt sich heut, denn nur bis Mittag gibt's, wenn überhaupt ein wenig Sonnenschein. Kurz nach Neun geht's also los nach Hella und dann kurz vor Selfoss rechts ab in die Berge.
Gullfoss im Winter
Die Strasse über Fludir ist praktisch Schneefrei, so dass ich um Mittag am Gullfoss bin. Hurra es hat noch fast keine Touristen und die Sonne kommt auch ein wenig hervor. Auch im Gullfosskafi kann ich in Ruhe meine heisse Schokolade trinken. Aber dann auf einen Schlag fallen Horden von Tagestouristen über alles her und ich ergreife die Flucht an den Wasserfall. 

Eintrittskasse beim Geysir
Ein paar Kilometer weiter beim Geysir wird nun seit diesem Jahr Eintritt verlangt. Die unzähligen Touristen wecken halt Lust auf deren Geld. In wenigen Jahren kann man in ganz Island kaum mehr etwas einfach so besichtigen. Überall wird eine Kasse, ein Würstchenstand oder eine Kleiderbude stehen. Ich finde es schade, wie nun Island das beste was es zu bieten hat, nämlich die unberührte Natur, einfach so kommerzialisiert. Ich werde wohl in Zukunft auf andere Gegenden ausweichen müssen. Wenn ich Touristenrummel will, kann ich auch an die Adria gehen. Heute Abend gehe ich mal Afrikanisch Essen. Die Wirtin vom Soul Food, eine Kenyanerin hat sich wohl noch nicht ganz ans isländische Klima gewöhnt, denn sie hat einen dicken Pelzmantel an. Ein feines Hühnercurry lässt mich das Regenwetter vergessen.

Montag 24. März 2014

Wasserfall

Wie schon die ganze Nacht rauschen die Regentropfen vom Himmel. Dazu weht ein garstiger Wind. So stellen sich die meisten Island vor und so einige werden nun in Schadenfreude baden. Aber auch das Regenwetter geht vorbei und dazwischen erlebe ich immer wieder Highlights. Übrigens, das Wetter in der Schweiz ist jetzt ja auch nicht so besonders. Trotz Wind und Regen fahre ich raus nach Gardur zum Leuchtturm. Abends dann gönne ich mir ein feines Lammfilet im Cafe Duus. PS: Das Moto zum Heutigen Tag steht auf einer Milchpackung.

Dienstag 25. März

Rundreise zum Abschied

Hurra, die Sonne scheint. Etwas, worauf man in Island meist zählen kann, ist dass das Wetter schnell wechselt. Deshalb muss man alle Sonnenstunden ausnutzen, denn in 10 Min. ist alles anders. Heute hat es also zu meinen Gunsten gewechselt, so dass ich beschliesse, zum Abschied eine Rundreise um Reykjanes zu machen. Wolken und Sonne begleiten mich den ganzen Tag. Erst geht es gemütlich der Südküste entlang bis nach Porlakshöfn. Kaum zu glauben, dass hier vor 10 Jahren noch eine Schotterpiste war, und jetzt gibt es eine neu ausgebaute Schnellstrasse. Das ist zwar bequem, aber trotzdem trauere ich noch den früheren schlechter erschlossenen Island nach. Nun erweitere ich meine Reise ein wenig nach Osten. Über Selfoss, Nesvellir und Thingvellir geht's zurück nach Reykjavik. Die Berge leuchten so schön im Abendlicht, also noch einen kleinen Schlenker am Kleifarvatn entlang und über Grindavik zurück nach Reykjanesbaer. Abend will ich noch im Cafe Idny ein feines Fischgericht geniessen. Da es aber geschlossen ist, weiche ich auf eine Pizza aus.

Mittwoch 26. März

Mit Regen nach Hause

Heute weint der Himmel. Das macht mir den Abschied von Island einfacher. Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Keflavik geht es dann um halb 11 zum Flughafen. Eine kleines Dessert aus meinen Überbeständen an Lebensmitteln der letzten Tage, ist mein Mittagessen. Für den Flug über Oslo nach Zürich habe ich noch einige Orangen und den Rest der Pizza von gestern gebunkert. Als economy Passagier muss man halt kulinarisch untendurch, also habe ich vorgesorgt. Nun geht also in 1 Stunde mein Flug und bald ist Island 2014 Geschichte.

1.7.13

Island im Camping Bus

Vorfreude
Nun habe ich mir also einen Bus zugelegt. Die Ansprüche steigen halt. Zum ersten Mal bereise ich Island im Sommer ohne Zelt. Seit einigen Wochen bin ich am Einrichten und Optimieren. Doch die harte Realität zeigt sich erst in Island.

Endspurt
Samstag 29. Juni 2013
Nach einem langen letzten Arbeitstag fast bis Mitternacht lege ich ein letztes Mal Hand an meinen Mercedes Vito. Noch alles packen und verstauen, noch die letzten Kabel anschliessen. Zuhause alles organisieren und so kann es morgen endlich losgehen.

Anreise
Sonntag 30. Juni - Monag 1. Juli
Bei wunderbarem Wetter nehme ich die Autobahn unter die Räder. Gut 1400 km durch Deutschland und Dänemark liegen vor mir. An einem Baggersee übernachte ich. Der Bus fährt wie ein Örgeli. Am am Montagnachmittag gehen einige Gewitterregen  ieder. Müde erreiche ich Montagabend den Fährhafen in Hirtshals. Auch die Sonne zeigt sich kurz.

Fährpassage
Dienstag 2. Juli - Donnerstag 4. Juli
Das Einchecken auf die Fähre geht problemlos. Bei wunderbarem Wetter fahren wir los. Bei Sonnenschein und einem Drink kommt fast ein wenig Kreuzfahrtfeeling auf. Bald taucht an Steuerbord die norwegische Küste auf. Malerische Wolken zieren den Himmel. Hoffen wir, dass dazwischen immer noch Platz für die Sonne bleibt. Nächstes Ziel ist Torshavn auf den Färöer-Inseln.

Island
4. Juli
Bei wunderbarem Wetter geht die Reise zwischen den Färöer Inseln durch weiter nach Island. Das Wetter in Island ist dann typisch isländisch. Ich sitze also hier im Cafe Egilsstadir und versuche meine Bilder auf's Web zu laden. Irgendwo im FTP klemmt's noch.
Ein kühler regnerischer Abend bei Swartiskogur. Genau das richtige um mich einzustimmen auf Island. Ich gehe früh zu Bett und kuschle mich in meine nordischen Decken. Was wird mich in den nächsten Wochen so alles erwarten?
Ein neuer Morgen. Die Sonne zeigt sich noch recht scheu zwischen den Wolken. Die Temperatur hat sich glatt verdoppelt, von 4° auf 8°.
Auf der Hellisheidi ein erster Härtetest auf isländischen Schotterstrassen. Meine Schubladenriegel sind noch nicht islandtauglich, sie gehen immer wieder auf.

Im Norden
5. Juli
Als sich die Nebel in den Bergen verzogen haben, liegt Vopnafjördur im Sonnenschein vor mir. Gemütlich fahre ich Richtung Norden. Da sehe ich einen roten Suzuki entgegenkommen. Es ist Josef. Gemeinsam trinken wir einen Kaffe und tauschen bei Lebkuchen (Krydabraud) und Nidle unsere Islanderfahrungen aus. Bei Raufahrhöfn zeigt sich die Sonne nur noch milchig und eine steife Brise kommt auf. Am nördlichsten Punkt schlage ich mein Lager auf. Bereits um 6 Uhr weckt mich die Sonne und ich teile meine Bucht bloss mit einigen Schafen und Eiderenten.

Siglufjördur
9. Juli
Bei herrlichem Wetter geniesse ich die Berge das Meer und den blauen Himmel rund um Siglufjördur. Das Leben ist doch einfach schön. Nach einem feinen Fischessen in einer schönen alten Beiz schlage ich an einer schönen Stelle hoch über der Stadt das Lager auf. Mein Reisebericht ist jetzt unter www.bilderreise.ch aufgeschaltet.

5.10.12

Islandherbst

7. - 19. Oktober 2012
Endspurt und Packen: Ich bin gespannt was mich diesmal im Herbst in Island erwartet. Nach einem langen Sommer ohne Ferien bin ich reif für die Insel. Allerdings lese ich mir meine Insel nach anderen Kriterien aus als die grosse Masse. So kommt es, dass ich mitlerweile zum 10. Mal auf meine Lieblingsinsel im Nordatlantik reise.
Sonntag 7. Okt. - Start mit Hindernissen
Morgens um halb 7 höre ich per Zufall, dass in Rotkreuz eine Fahrleitungsstörung zu Verspätungen führt. Um meinen Flug trotzdem zu erreichen, beschliesse ich 1 Stunde früher zu Reisen. Also werfe ich den Bruder aus dem Bett, damit er mich nach Alpnach bringt. So beginnt meine 10. Islandreise mit einer Pannenserie.
1. Panne: Zugaufall in Rotkreuz
2. Panne: Da der Bus erst ab 8 Uhr fährt, brauche ich ein Taxi
3. Panne: Beim Zug sind 2 Waggons abgeschlossen
4. Panne: Das Zugspersonal der ZB weiss von Nichts
5. Panne: Der Zug nach Zürich hat 8 Min. Verspätung
6. Panne: Die Durchsage im Zug funktioniert nicht
7. Panne: Stellwerkstörung bei Reiden
8. Panne: Der Zug hat mitlerweile 30 Min. Verspätung
9. Panne: Zusätzliches Umsteigen in Zürich
10. Panne: Natürlich hat auch dieser Zug Verspätung
-----> hier höre ich auf mit Zählen!
Dank früherem Start komme ich doch noch rechtzeitig zum Check-In.
In Kopenhagen habe ich mehrere Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach Island. Da ich aber mit Internet und Blog zu kämpfen habe, geht das schnell vorbei.
Nach einem ruhigen Flug erreiche ich Kefavlik um 21 Uhr. Natürlich mache ich nach dem Zimmerbezug noch einen Ausflug zu meinem Lieblingsleuchtturm.

Montag 8. Okt. - Amerika und faule Eier
Nun bin ich also in Island, aber eigentlich bin ich in Amerika. Island liegt auf der Nahtstelle zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte, deshalb so viele aktive Vulkane. Darum hat auch der Eya dings bums Pums gemacht. Keflavik liegt also erdgeschichtlich in Amerika. Auch der würzige Duft von faulen Eiern begleitet mich diesen Tag, denn überall dampfen Schwefeldämpfe aus der Erde. Damit wird nicht nur das Bad „Blue Lagoon„ beheitzt, sondern gleich ganz Reykjavik. In der Lavalandschaft der Reykjanes Halbinsel erkunde ich die Geothermie und schaue dann Nachmittags dem Geysir zu. Nun aber ab in den Hot-Pot.
Dienstag 9. Okt. - Ein Schweizer in der Sveit

Heute habe ich in einem Sweit Hotel übernachtet, wie die Farmholidays auch genannt werden. Als Sweit werden die Landwirtschaftsgebiete in Island genannt. Jetzt bin ich in Fludir, dem Hauptanbaugebiet für Gemüse. Vor allem Tomaten und Gurken, aber auch Kohl oder sogar Artischoken gedeien hier dank Erdwärme. Es hat also auch Vorteile, wenn man auf einem Vulkan sitzt.  Fast alles landwirtschaftlich nutzbares Land liegt an der Südküste. Ironie des Schiksals, nur dank Lavaasche ist der Boden so fruchtbar. Da es im Winter hier selten viel Schnee gibt, sieht man die Tiere fast das ganze Jahr auf der Weide. Viele Wasserfälle von den Bergen und aus den Wolken begleiten mich auf dem Weg nach Vik.
Mittwoch 10. Okt. - On the Rocks

Diese Nacht hatte ich ein Zimmer mit Entfaltungsmöglichkeiten, kaum geht man aus dem Zimmer, kann man sich entfalten. Das Wetter ist beständig, es regnet ohne Unterlass. Also ein Tag um mit einem Drink zu Hause zu bleiben? Geht nicht, keine Zeit, habe schliesslich Ferien. An der Südküste gibt es aber einen  See mit schwimmenden Eisbergen, daher der Titel. Der Jökulsarlon sieht sogar bei Regen schön aus. Auch die Berge, teilweise verhüllt mit Nebelschleiern, zwingen mich immer wieder zum Anhalten, um ein Foto zu schiessen. Etliche km nach Höfn nehme ich eine polnische Familie mit, die heute noch nach Egilsstadir will. Erst in Reydarfjördur zeigt sich gegen Abend eine blaue Störung, aber die Sonne zeigt sich heute noch nicht.
Donnerstag 11. Okt. - Regen und Regenbogen
Das Wetter ist immer noch beständig, nur die Intensität hat zugenommen. Von Neskaupstadir gehts über den 600m hohen Pass zurück zur Ringstrasse und bald erreiche ich Egilsstadir. Weil eine Pässefahrt bei Regen so lustig ist, fahre ich über die Hellisheidi (700m). Zur Abwechslung hat's Nebel. Und dann um 16 Uhr kommt doch noch die Sonne und ein wunderschöner Regenbogen erscheint. Ich schiesse Fotos bis die Kamera raucht. Der Tag ist gerettet.
Freitag 12. Okt. - Stadt und Land
Als ob Vopnafjördur nicht abgelegen genug wäre, ich übernachtete noch 20km ausserhalb. Ausser Schafe und das Rauschen des Flusses höre ich nichts. Durch die einsamen Weiten des Nordens fahre ich heute nach Akureyri. Nur ab und zu findet ein zaghafter Sonnenstrahl den Weg zu mir. Wetten dass ich gleich eine gute Beiz in der Stadt finde!
Samstag 13. Okt. - Sonne und Sonnenwind
Heute ist alles anders. Die letzten Wolken verziehen sich. Ein Prachtstag kündigt sich an. Noch ausgiebig frühstücken, denn bei schönem Wetter kommen die leiblichen Bedürfnisse erfahrungsgemäss zu kurz. Nach ca. 50 Fotopausen komme ich am nördlichen Zipfel bei Siglufjördur an. Die Sonne strahlt mit den Schneebergen um die Wette. Fjorde, Bauernhöfe, Berge, ich weis fast nicht wo ich hinschauen soll. Ich schlängle mich um die Halbinsel rum und weils so schön ist hänge ich gleich die Skagi Halbinsel dran. Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang erreiche ich mein Hotel.
DieSonne ist ja bekanntlich ein riesiger Kernfusionsreaktor. Der schmeisst mit Atomen nur so um sich. Wie das bei Atomanlagen so üblich ist, kocht auch mal was über. Diese Sonnenmaterie trift dann in Polnähe auf unsere Erdatmosphäre. So entstehen die berühmten Polarlichter. Die ganze Nacht über konnte ich so diese Himmelserscheinungen geniessen.
Sonntag 14. Okt. - Go West
Langsam geh's Richtung Westen. Nach dem Süden, Osten und Norden ist nun der Westen Island's an der Reihe. Ich geniesse das wunderbare Wetter und kurve um die schönen Fjorde am Breidafjördur. Grundavik ist heute mein Ziel. Nach einem feinen Nachtessen gibt's noch Aurora Borealis a discresion zum Dessert.
Montag 15. Okt. - Am Tor zur Unterwelt
In seinem Roman "20'000 Meilen unter dem Meer" beschreibt Jules Verne den Einstieg in die Unterwelt am Snaefellsjökull. Rund um diese  Berg dreht sich bei mir heute alles. Schon nach wenigen km liegt die weisse Schneekuppe des Snaefell's vor mir. Heute ist wieder ein Prachtstag und so strahlt die weisse Kuppe wunderbar über den grau braunen Bergen. Immer wieder halte ich an, um den Anblick zu geniessen. Den ganzen Tag kurve ich rundherum und fotografiere den Berg von allen Seiten. Ich kann mein Wetterglück kaum fassen, denn üblicherweise versteck sich der Snaefelsjökull vornehm hinter einer Workenschicht. Von einem Vulkankrater aus schaue ich zu, wie die Sonne im Meer versinkt. Und in der Nacht Aurora Borealis zum Dritten.
Dienstag 16. Okt. - Tag der Entscheidung
Heute ist der grosse Tag der Schweizer Nati in Reykjavik gegen Island. Hier spürt man wenig davon, ausser dass ein paar Schweizer Fussballfans im Hotel abgestiegen sind und dass das Spiel immer wieder in den Nachrichten erwähnt wird. Mich lässt das relativ kalt, auch wenn ich gespannt auf das Resultat bin. Erst hält mich aber noch der Snaefellsjokull in seinem Bann. Auf dem Weg nach Borgarnes schaue ich immer wieder zum weissen Gipfel zurück. Noch aus 100km Entfernung kann ich ihn immer noch erkennen. Hraunfossar und Akranes sind jetzt meine Ziele. Nach einem schönen Sonnenuntergang beim Leuchtturm steht es immer noch 0:0. Jetzt nach dem Nachtessen steht es 2:0 für die Schweiz. Das heisst ich mache noch Jagd auf Aurora Borealis und ein Dessert.
Mittwoch 17. Okt. - Herbst auf dem Rütli
Langsam begebe ich mich wieder in die Hauptstadtregion. Wieder ein schöner Herbssttag. Was liegt da näher, als den Nationalpark Thingvellier zu besuchen. Hier liegt sozusagen das Rütli der Isländer. Nur waren sie bei der Staatsgründung gut 300 Jahre früher dran. Hier beim Allmännergraben wurde das erste Parlament Europas gegründet. Auf dem Rütli fehlt uns noch so ein Graben, der zudem jedes Jahr ca. 2cm breiter wird. Wir haben höchstens mal ein Loch in der Wiese, wenn der Rütlibomber vorbeikommt. Jetzt im Herbst ist es sehr farbig hier und auch der rauhe Wind kann mich nicht von einer Wanderung abhalten.
Donnerstag 18. Okt. - Down Town
Zum Abschluss meiner Islandreise gehe ich noch ein wenig in die Stadt. Zuerst führe ich mir das neue Opernhaus zu Gemüte. Die Isländer protzen gerne mit etwas, das sie eigentlich nicht vermögen. Aber zugegeben, die "Harpa" sieht schon verdammt gut aus. Dagegen wirkt das KKL in Luzern eher bieder. Als Kontrastprogramm sehe ich mir die neue Vulkan Show an. Eindrücklich was die Naturkräfte in Island bewirken. Ein kulinarischer Streifzug rundet meinen Stadtrundgang ab. Vom Perlan aus sehe ich dem Sonnenuntergang zu und schliesse ein weiteres Kapitel in meinem Islandbuch.
Freitag 19. Okt. - Heimwärts
Trotz vielen schönen Erlebnissen in Island komme ich immer wieder gerne in die Schweiz zurück, und sei es nur um wieder neue Reisepläne zu schmieden.

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28.12.11

Ein neues Jahr in Island

Mittwoch 28. Dezember 2011
Bin immer noch brav am Brötchen verdienen, aber schon bald geht's los nach Island. Morgen früh in dunkler Nacht starte ich nach Kopenhagen, meiner ersten Etappe auf dem Weg nach Norden. Reservationen ausdrucken, Unterkunft checken und Koffer packen, so sieht meine letzte Nacht zu Hause aus.

Donnerstag 29. Dezember 2011
Eine Kaltfront mit Schnee und prekären Strassenverhältnissen ist auf heute angesagt. Ich spüre aber nichts davon und reise bei angenehmem Winterwetter.
In Kopenhagen herrschen sogar frühlingshafte 8° und in einigen Läden werden Blumenzwiebeln angeboten. Was spricht also gegen einen Strandspaziergang? Doch erst bringe ich meinen Koffer auf's Zimmer, wo ich von Deborah und John herzlich begrüsst werde. Ein steifer Wind begleitet mich auf meiner Wanderung. Da sind die Windmühlen im Meer sicher eine gute Investition. Ein wunderschöner Sonnenuntergang beschliesst den ersten Tag im Norden.

Freitag 30. Dezember 2011
Nach einem kräftigenden Frühstück geht's weiter auf den Flugplatz, denn Island ruft. Ein Sturmtief wird erwartet, mal schauen ob's mich einschneit. Bin ja gespannt was mich diesmal erwartet.
Der Wind rüttelt am Flugzeug, also kann Island nicht mehr weit sein. Die Übergabe des Mietautos gestaltet sicht wetterbedingt sehr speditiv. Die Dame vom Autoverleih drückt mir die Schlüssel in die Hand und flüchtet dann in's Trockene. Sturmgepeitschter Regen begleitet mich auf dem Weg nach Reykjavik. Der Schnee der letzten Tage schmilzt dahin. Doch aus Reykjaviks Trottoirs hat's noch genug davon. Jetzt weiss ich also wo das Islandtief herkommt.
Ich logiere im 4st Foor Hotel. Also fahre ich erst mal in den 4. Stock. Bei uns wäre das der 3. Stock, denn Das EG ist der 1. Stock. Doch an der Reception gähnende Leere. Also versuche ich es im 3. Stock, aber diese Reception ist für ein anderes Guethouse im gleichen Haus. Einchecken kann ich dann im EG, also 1. Stock. Warum nicht gleich so. Mit Pizzaessen, Einkaufen und Strapazieren des Wasserkochers auf dem Zimmer beschliesse ich den Tag.

Samstag 31. Dezember 2011
Ein trüber und dunkler Morgen mit Nieselregen begrüsst mich. Da auch laut Wetterbericht nichts Besseres zu erwarten ist, beschliesse ich Margrit in Selfoss zu besuchen. Doch zu erst muss ein fast 400m hoher Pass bezwungen werden. Für meinen Ford KA ist das aber kein Problem. Erst in Selfoss sind die Quartierstrassen noch voll Schnee und Eis. Margrit klagt, dass seit Jahren in Island kein so strenger Winter mehr gewesen sei. Vor 2-3 Tagen war es sogar -14° kalt. Den Tisch im Garten hat man nicht mehr gesehen.
Als wir so am Lästern über das Wetter sind, scheint die Sonne durch ein Wolkenloch. Also Aufbruch und Kamera gezückt. Einige Pferde geniessen die wenigen Sonnenstrahlen. In Eyrarbakki hat man eine schöne Sicht auf's Meer. Auch das Gefängnis von Island sieht im Sonnenlicht recht schön aus. Auf dem Rückweg über die Hellisheidi geniesse ich das abendliche Licht, bis ich unverhofft in einem Schneesturm lande.

Neujahr auf isländisch
Isländer übertreiben gerne ein wenig, deshalb sind die Bäume an ganzen Strassen beleuchtet.
Vor allem im Schnee sieht das doch recht gut aus.
Schon ab 20 Uhr gehen überall die Raketen los. Schade nur, dass sie vor allem Wert darauf legen, dass es ordentlich knallt.
Wenn man den Rauch nach dem Feuerwerk sieht, muss man sagen, die Isländer haben definitiv einen Knall.





Sonntag 1. Januar 2012
Dieser Winter ist in Island so wie er eigentlich sein sollte, mit viel Schnee. Was liegt da näher als in die Berge zu Fahren. Also auf über den Pass nach Thingvellir. Auch die Sonne zeigt sich manchmal hinter den Wolken.

Der Geysir ist zwischendurch wieder in Betrieb, nur nicht dann, wenn ich hinter dem Auslöser stehe. So nehme ich halt mit dem kleinen Bruder Stockur vorlieb, der ist zuverlässiger.

Montag 2. Januar 2012
Ein wunderbarer klarer Tag heute. Da zieht's mich raus. Ich Fotografiere was das Zeug hält. An der Südküste finde ich die schönsten Motive. Der Eyjafjallajökull erstrahlt in jungfäulichem Weiss, als könnte er kein Äckerchen trüben.

Da ich weiss, dass sich Kerstin auch in der Gegend aufhält, sende ich ein SMS, und so kommt es dass zwei verrückte Fotokrafen in der Mondnacht am Jökulösarlon Eisberge fotografieren. Kerstin wird diese und nöchste Nacht an der Gletscherlagune ausharren und wohl tausende von Fotos schiessen. Da ich noch einen weiten Rückweg habe, mache ich dann aber bald auf den Weg.

Alle 10km mache ich einen Stop und halte Ausschau nach Nordlichtern. Und wirklich, so ab 23 Uhr beginnt das magische Geflimmer am Himmel. Manchmal ist der ganze Himmel von einem schwachen Leuchten erfüllt. Dieses Bild entstand beim Seljalandsfoss.

Dienstag 3. Januar 2012
Auch heute starte ich in einen schönen Klaren Tag. Ich nutze die wenigen Sonnenstunden und fahre über den Pass in den Walfjord. Eine tief verschneite Winterlandschaft präsentiert sich mir. Ich geniesse Sonne Schnee und Berge. Am Nachmittag geht's dann auf die Halbinsel Reykjannes. Die malerische Strasse nach Krysuvik führt mich in den Sonnenuntergang. Zum Abschluss gibt's in der Nacht noch ein paar Nordlichter.

Mittwoch 4. Januar 2012
Heute wird sich die Sonne kaum zeigen. Was liegt da Näher als ein Stadtbummel. Durch den Laugavegur geht's ins Zentrum. In der neuen Oper "Harpa" geniesse ich die wunderbare Architektur und einen weniger wunderbaren Kaffee. Auch die Hallgrimskirche und die Aussicht vom Perlan ist sehenswert. Dann geht's früh zurück in's Hotel, denn morgen muss ich Zeitig auf dem Flughafen sein.

Donnerstag 5. Januar 2012
Die Nacht wird klar. Gibt es nochmals eine Chance auf Nordlicht? Ich will es wissen und fahre zum Leuchtturm von Keflavik. Nichts mit Nordlicht, denn die Wolken ziehen auf. Un dann beim Wenden passierts! Mein Auto bleibt im Schnee stecken, kein Mensch weit und breit und in gut 2 Stunden geht mein Flug... Ich rufe den Autoverleih an, sie versprechen jemand zu schicken. Dann finde ich doch noch einen Wachtposten bei den Aluminium Werken. Mit seiner Hilfe kriege ich das Auto in gut einer Stunde wieder flott. So erreiche ich doch noch meinen Flug und steige vor lauter pressieren sogar als Erster in's Flugzeug ein. Nun bin ich in Kopenhagen und warte auf den Weiterflug nach Basel. So kommt auch dieses Islandabenteuer zu einem guten Abschluss.