5.10.12

Islandherbst

7. - 19. Oktober 2012
Endspurt und Packen: Ich bin gespannt was mich diesmal im Herbst in Island erwartet. Nach einem langen Sommer ohne Ferien bin ich reif für die Insel. Allerdings lese ich mir meine Insel nach anderen Kriterien aus als die grosse Masse. So kommt es, dass ich mitlerweile zum 10. Mal auf meine Lieblingsinsel im Nordatlantik reise.
Sonntag 7. Okt. - Start mit Hindernissen
Morgens um halb 7 höre ich per Zufall, dass in Rotkreuz eine Fahrleitungsstörung zu Verspätungen führt. Um meinen Flug trotzdem zu erreichen, beschliesse ich 1 Stunde früher zu Reisen. Also werfe ich den Bruder aus dem Bett, damit er mich nach Alpnach bringt. So beginnt meine 10. Islandreise mit einer Pannenserie.
1. Panne: Zugaufall in Rotkreuz
2. Panne: Da der Bus erst ab 8 Uhr fährt, brauche ich ein Taxi
3. Panne: Beim Zug sind 2 Waggons abgeschlossen
4. Panne: Das Zugspersonal der ZB weiss von Nichts
5. Panne: Der Zug nach Zürich hat 8 Min. Verspätung
6. Panne: Die Durchsage im Zug funktioniert nicht
7. Panne: Stellwerkstörung bei Reiden
8. Panne: Der Zug hat mitlerweile 30 Min. Verspätung
9. Panne: Zusätzliches Umsteigen in Zürich
10. Panne: Natürlich hat auch dieser Zug Verspätung
-----> hier höre ich auf mit Zählen!
Dank früherem Start komme ich doch noch rechtzeitig zum Check-In.
In Kopenhagen habe ich mehrere Stunden Zeit bis zum Weiterflug nach Island. Da ich aber mit Internet und Blog zu kämpfen habe, geht das schnell vorbei.
Nach einem ruhigen Flug erreiche ich Kefavlik um 21 Uhr. Natürlich mache ich nach dem Zimmerbezug noch einen Ausflug zu meinem Lieblingsleuchtturm.

Montag 8. Okt. - Amerika und faule Eier
Nun bin ich also in Island, aber eigentlich bin ich in Amerika. Island liegt auf der Nahtstelle zwischen der eurasischen und der amerikanischen Kontinentalplatte, deshalb so viele aktive Vulkane. Darum hat auch der Eya dings bums Pums gemacht. Keflavik liegt also erdgeschichtlich in Amerika. Auch der würzige Duft von faulen Eiern begleitet mich diesen Tag, denn überall dampfen Schwefeldämpfe aus der Erde. Damit wird nicht nur das Bad „Blue Lagoon„ beheitzt, sondern gleich ganz Reykjavik. In der Lavalandschaft der Reykjanes Halbinsel erkunde ich die Geothermie und schaue dann Nachmittags dem Geysir zu. Nun aber ab in den Hot-Pot.
Dienstag 9. Okt. - Ein Schweizer in der Sveit

Heute habe ich in einem Sweit Hotel übernachtet, wie die Farmholidays auch genannt werden. Als Sweit werden die Landwirtschaftsgebiete in Island genannt. Jetzt bin ich in Fludir, dem Hauptanbaugebiet für Gemüse. Vor allem Tomaten und Gurken, aber auch Kohl oder sogar Artischoken gedeien hier dank Erdwärme. Es hat also auch Vorteile, wenn man auf einem Vulkan sitzt.  Fast alles landwirtschaftlich nutzbares Land liegt an der Südküste. Ironie des Schiksals, nur dank Lavaasche ist der Boden so fruchtbar. Da es im Winter hier selten viel Schnee gibt, sieht man die Tiere fast das ganze Jahr auf der Weide. Viele Wasserfälle von den Bergen und aus den Wolken begleiten mich auf dem Weg nach Vik.
Mittwoch 10. Okt. - On the Rocks

Diese Nacht hatte ich ein Zimmer mit Entfaltungsmöglichkeiten, kaum geht man aus dem Zimmer, kann man sich entfalten. Das Wetter ist beständig, es regnet ohne Unterlass. Also ein Tag um mit einem Drink zu Hause zu bleiben? Geht nicht, keine Zeit, habe schliesslich Ferien. An der Südküste gibt es aber einen  See mit schwimmenden Eisbergen, daher der Titel. Der Jökulsarlon sieht sogar bei Regen schön aus. Auch die Berge, teilweise verhüllt mit Nebelschleiern, zwingen mich immer wieder zum Anhalten, um ein Foto zu schiessen. Etliche km nach Höfn nehme ich eine polnische Familie mit, die heute noch nach Egilsstadir will. Erst in Reydarfjördur zeigt sich gegen Abend eine blaue Störung, aber die Sonne zeigt sich heute noch nicht.
Donnerstag 11. Okt. - Regen und Regenbogen
Das Wetter ist immer noch beständig, nur die Intensität hat zugenommen. Von Neskaupstadir gehts über den 600m hohen Pass zurück zur Ringstrasse und bald erreiche ich Egilsstadir. Weil eine Pässefahrt bei Regen so lustig ist, fahre ich über die Hellisheidi (700m). Zur Abwechslung hat's Nebel. Und dann um 16 Uhr kommt doch noch die Sonne und ein wunderschöner Regenbogen erscheint. Ich schiesse Fotos bis die Kamera raucht. Der Tag ist gerettet.
Freitag 12. Okt. - Stadt und Land
Als ob Vopnafjördur nicht abgelegen genug wäre, ich übernachtete noch 20km ausserhalb. Ausser Schafe und das Rauschen des Flusses höre ich nichts. Durch die einsamen Weiten des Nordens fahre ich heute nach Akureyri. Nur ab und zu findet ein zaghafter Sonnenstrahl den Weg zu mir. Wetten dass ich gleich eine gute Beiz in der Stadt finde!
Samstag 13. Okt. - Sonne und Sonnenwind
Heute ist alles anders. Die letzten Wolken verziehen sich. Ein Prachtstag kündigt sich an. Noch ausgiebig frühstücken, denn bei schönem Wetter kommen die leiblichen Bedürfnisse erfahrungsgemäss zu kurz. Nach ca. 50 Fotopausen komme ich am nördlichen Zipfel bei Siglufjördur an. Die Sonne strahlt mit den Schneebergen um die Wette. Fjorde, Bauernhöfe, Berge, ich weis fast nicht wo ich hinschauen soll. Ich schlängle mich um die Halbinsel rum und weils so schön ist hänge ich gleich die Skagi Halbinsel dran. Nach einem wunderbaren Sonnenuntergang erreiche ich mein Hotel.
DieSonne ist ja bekanntlich ein riesiger Kernfusionsreaktor. Der schmeisst mit Atomen nur so um sich. Wie das bei Atomanlagen so üblich ist, kocht auch mal was über. Diese Sonnenmaterie trift dann in Polnähe auf unsere Erdatmosphäre. So entstehen die berühmten Polarlichter. Die ganze Nacht über konnte ich so diese Himmelserscheinungen geniessen.
Sonntag 14. Okt. - Go West
Langsam geh's Richtung Westen. Nach dem Süden, Osten und Norden ist nun der Westen Island's an der Reihe. Ich geniesse das wunderbare Wetter und kurve um die schönen Fjorde am Breidafjördur. Grundavik ist heute mein Ziel. Nach einem feinen Nachtessen gibt's noch Aurora Borealis a discresion zum Dessert.
Montag 15. Okt. - Am Tor zur Unterwelt
In seinem Roman "20'000 Meilen unter dem Meer" beschreibt Jules Verne den Einstieg in die Unterwelt am Snaefellsjökull. Rund um diese  Berg dreht sich bei mir heute alles. Schon nach wenigen km liegt die weisse Schneekuppe des Snaefell's vor mir. Heute ist wieder ein Prachtstag und so strahlt die weisse Kuppe wunderbar über den grau braunen Bergen. Immer wieder halte ich an, um den Anblick zu geniessen. Den ganzen Tag kurve ich rundherum und fotografiere den Berg von allen Seiten. Ich kann mein Wetterglück kaum fassen, denn üblicherweise versteck sich der Snaefelsjökull vornehm hinter einer Workenschicht. Von einem Vulkankrater aus schaue ich zu, wie die Sonne im Meer versinkt. Und in der Nacht Aurora Borealis zum Dritten.
Dienstag 16. Okt. - Tag der Entscheidung
Heute ist der grosse Tag der Schweizer Nati in Reykjavik gegen Island. Hier spürt man wenig davon, ausser dass ein paar Schweizer Fussballfans im Hotel abgestiegen sind und dass das Spiel immer wieder in den Nachrichten erwähnt wird. Mich lässt das relativ kalt, auch wenn ich gespannt auf das Resultat bin. Erst hält mich aber noch der Snaefellsjokull in seinem Bann. Auf dem Weg nach Borgarnes schaue ich immer wieder zum weissen Gipfel zurück. Noch aus 100km Entfernung kann ich ihn immer noch erkennen. Hraunfossar und Akranes sind jetzt meine Ziele. Nach einem schönen Sonnenuntergang beim Leuchtturm steht es immer noch 0:0. Jetzt nach dem Nachtessen steht es 2:0 für die Schweiz. Das heisst ich mache noch Jagd auf Aurora Borealis und ein Dessert.
Mittwoch 17. Okt. - Herbst auf dem Rütli
Langsam begebe ich mich wieder in die Hauptstadtregion. Wieder ein schöner Herbssttag. Was liegt da näher, als den Nationalpark Thingvellier zu besuchen. Hier liegt sozusagen das Rütli der Isländer. Nur waren sie bei der Staatsgründung gut 300 Jahre früher dran. Hier beim Allmännergraben wurde das erste Parlament Europas gegründet. Auf dem Rütli fehlt uns noch so ein Graben, der zudem jedes Jahr ca. 2cm breiter wird. Wir haben höchstens mal ein Loch in der Wiese, wenn der Rütlibomber vorbeikommt. Jetzt im Herbst ist es sehr farbig hier und auch der rauhe Wind kann mich nicht von einer Wanderung abhalten.
Donnerstag 18. Okt. - Down Town
Zum Abschluss meiner Islandreise gehe ich noch ein wenig in die Stadt. Zuerst führe ich mir das neue Opernhaus zu Gemüte. Die Isländer protzen gerne mit etwas, das sie eigentlich nicht vermögen. Aber zugegeben, die "Harpa" sieht schon verdammt gut aus. Dagegen wirkt das KKL in Luzern eher bieder. Als Kontrastprogramm sehe ich mir die neue Vulkan Show an. Eindrücklich was die Naturkräfte in Island bewirken. Ein kulinarischer Streifzug rundet meinen Stadtrundgang ab. Vom Perlan aus sehe ich dem Sonnenuntergang zu und schliesse ein weiteres Kapitel in meinem Islandbuch.
Freitag 19. Okt. - Heimwärts
Trotz vielen schönen Erlebnissen in Island komme ich immer wieder gerne in die Schweiz zurück, und sei es nur um wieder neue Reisepläne zu schmieden.

.

28.12.11

Ein neues Jahr in Island

Mittwoch 28. Dezember 2011
Bin immer noch brav am Brötchen verdienen, aber schon bald geht's los nach Island. Morgen früh in dunkler Nacht starte ich nach Kopenhagen, meiner ersten Etappe auf dem Weg nach Norden. Reservationen ausdrucken, Unterkunft checken und Koffer packen, so sieht meine letzte Nacht zu Hause aus.

Donnerstag 29. Dezember 2011
Eine Kaltfront mit Schnee und prekären Strassenverhältnissen ist auf heute angesagt. Ich spüre aber nichts davon und reise bei angenehmem Winterwetter.
In Kopenhagen herrschen sogar frühlingshafte 8° und in einigen Läden werden Blumenzwiebeln angeboten. Was spricht also gegen einen Strandspaziergang? Doch erst bringe ich meinen Koffer auf's Zimmer, wo ich von Deborah und John herzlich begrüsst werde. Ein steifer Wind begleitet mich auf meiner Wanderung. Da sind die Windmühlen im Meer sicher eine gute Investition. Ein wunderschöner Sonnenuntergang beschliesst den ersten Tag im Norden.

Freitag 30. Dezember 2011
Nach einem kräftigenden Frühstück geht's weiter auf den Flugplatz, denn Island ruft. Ein Sturmtief wird erwartet, mal schauen ob's mich einschneit. Bin ja gespannt was mich diesmal erwartet.
Der Wind rüttelt am Flugzeug, also kann Island nicht mehr weit sein. Die Übergabe des Mietautos gestaltet sicht wetterbedingt sehr speditiv. Die Dame vom Autoverleih drückt mir die Schlüssel in die Hand und flüchtet dann in's Trockene. Sturmgepeitschter Regen begleitet mich auf dem Weg nach Reykjavik. Der Schnee der letzten Tage schmilzt dahin. Doch aus Reykjaviks Trottoirs hat's noch genug davon. Jetzt weiss ich also wo das Islandtief herkommt.
Ich logiere im 4st Foor Hotel. Also fahre ich erst mal in den 4. Stock. Bei uns wäre das der 3. Stock, denn Das EG ist der 1. Stock. Doch an der Reception gähnende Leere. Also versuche ich es im 3. Stock, aber diese Reception ist für ein anderes Guethouse im gleichen Haus. Einchecken kann ich dann im EG, also 1. Stock. Warum nicht gleich so. Mit Pizzaessen, Einkaufen und Strapazieren des Wasserkochers auf dem Zimmer beschliesse ich den Tag.

Samstag 31. Dezember 2011
Ein trüber und dunkler Morgen mit Nieselregen begrüsst mich. Da auch laut Wetterbericht nichts Besseres zu erwarten ist, beschliesse ich Margrit in Selfoss zu besuchen. Doch zu erst muss ein fast 400m hoher Pass bezwungen werden. Für meinen Ford KA ist das aber kein Problem. Erst in Selfoss sind die Quartierstrassen noch voll Schnee und Eis. Margrit klagt, dass seit Jahren in Island kein so strenger Winter mehr gewesen sei. Vor 2-3 Tagen war es sogar -14° kalt. Den Tisch im Garten hat man nicht mehr gesehen.
Als wir so am Lästern über das Wetter sind, scheint die Sonne durch ein Wolkenloch. Also Aufbruch und Kamera gezückt. Einige Pferde geniessen die wenigen Sonnenstrahlen. In Eyrarbakki hat man eine schöne Sicht auf's Meer. Auch das Gefängnis von Island sieht im Sonnenlicht recht schön aus. Auf dem Rückweg über die Hellisheidi geniesse ich das abendliche Licht, bis ich unverhofft in einem Schneesturm lande.

Neujahr auf isländisch
Isländer übertreiben gerne ein wenig, deshalb sind die Bäume an ganzen Strassen beleuchtet.
Vor allem im Schnee sieht das doch recht gut aus.
Schon ab 20 Uhr gehen überall die Raketen los. Schade nur, dass sie vor allem Wert darauf legen, dass es ordentlich knallt.
Wenn man den Rauch nach dem Feuerwerk sieht, muss man sagen, die Isländer haben definitiv einen Knall.





Sonntag 1. Januar 2012
Dieser Winter ist in Island so wie er eigentlich sein sollte, mit viel Schnee. Was liegt da näher als in die Berge zu Fahren. Also auf über den Pass nach Thingvellir. Auch die Sonne zeigt sich manchmal hinter den Wolken.

Der Geysir ist zwischendurch wieder in Betrieb, nur nicht dann, wenn ich hinter dem Auslöser stehe. So nehme ich halt mit dem kleinen Bruder Stockur vorlieb, der ist zuverlässiger.

Montag 2. Januar 2012
Ein wunderbarer klarer Tag heute. Da zieht's mich raus. Ich Fotografiere was das Zeug hält. An der Südküste finde ich die schönsten Motive. Der Eyjafjallajökull erstrahlt in jungfäulichem Weiss, als könnte er kein Äckerchen trüben.

Da ich weiss, dass sich Kerstin auch in der Gegend aufhält, sende ich ein SMS, und so kommt es dass zwei verrückte Fotokrafen in der Mondnacht am Jökulösarlon Eisberge fotografieren. Kerstin wird diese und nöchste Nacht an der Gletscherlagune ausharren und wohl tausende von Fotos schiessen. Da ich noch einen weiten Rückweg habe, mache ich dann aber bald auf den Weg.

Alle 10km mache ich einen Stop und halte Ausschau nach Nordlichtern. Und wirklich, so ab 23 Uhr beginnt das magische Geflimmer am Himmel. Manchmal ist der ganze Himmel von einem schwachen Leuchten erfüllt. Dieses Bild entstand beim Seljalandsfoss.

Dienstag 3. Januar 2012
Auch heute starte ich in einen schönen Klaren Tag. Ich nutze die wenigen Sonnenstunden und fahre über den Pass in den Walfjord. Eine tief verschneite Winterlandschaft präsentiert sich mir. Ich geniesse Sonne Schnee und Berge. Am Nachmittag geht's dann auf die Halbinsel Reykjannes. Die malerische Strasse nach Krysuvik führt mich in den Sonnenuntergang. Zum Abschluss gibt's in der Nacht noch ein paar Nordlichter.

Mittwoch 4. Januar 2012
Heute wird sich die Sonne kaum zeigen. Was liegt da Näher als ein Stadtbummel. Durch den Laugavegur geht's ins Zentrum. In der neuen Oper "Harpa" geniesse ich die wunderbare Architektur und einen weniger wunderbaren Kaffee. Auch die Hallgrimskirche und die Aussicht vom Perlan ist sehenswert. Dann geht's früh zurück in's Hotel, denn morgen muss ich Zeitig auf dem Flughafen sein.

Donnerstag 5. Januar 2012
Die Nacht wird klar. Gibt es nochmals eine Chance auf Nordlicht? Ich will es wissen und fahre zum Leuchtturm von Keflavik. Nichts mit Nordlicht, denn die Wolken ziehen auf. Un dann beim Wenden passierts! Mein Auto bleibt im Schnee stecken, kein Mensch weit und breit und in gut 2 Stunden geht mein Flug... Ich rufe den Autoverleih an, sie versprechen jemand zu schicken. Dann finde ich doch noch einen Wachtposten bei den Aluminium Werken. Mit seiner Hilfe kriege ich das Auto in gut einer Stunde wieder flott. So erreiche ich doch noch meinen Flug und steige vor lauter pressieren sogar als Erster in's Flugzeug ein. Nun bin ich in Kopenhagen und warte auf den Weiterflug nach Basel. So kommt auch dieses Islandabenteuer zu einem guten Abschluss.

1.2.11

Eine Winterreise rund um Island 2011

Februar 2011

Eine Grippewelle durchzieht den schweizer Winter. Beihnahe hätte sie auch mich auf dem linken Fuss erwischt. Aber so schnell lasse ich mich nicht von meinem Traum Island abbringen. Nun geht es also nach wenigen Tagen zum 8. Mal ins Land der Wickinger. Leider sind die Temperaturen in Island momentan aber ca. 10 - 15° zu hoch. Die Klimaerwärmung lässt grüssen.

Demnächst stimmen wir über die Waffeninitiative ab. Da wird viel über Tradition und Freiheit geschwafelt. Ich persönlich habe ein grosses Stück Freiheit errungen, als ich endlich kein Sturmgewehr im Estrich mehr stehen hatte. Eine ähnliche Freiheit erlebe ich jeweils auch in Island, deshalb zieht's mich auch immer wieder hin. Was die Isländer auch noch mit der Schweiz verbindet, ist ein ausgeprägter Sinn für Traditionen. Seien wir doch ehrlich, auch im Island hätte die Waffeninitiative ähnlich wie bei uns kaum eine Chance. Die Isländer sind halt auch wie wir ein bisschen verrückt, aber definitiv liebenswert.

Dieses Jahr gibt es ein Maximum an Sonnenfleckenaktivität, deshalb stehen die Aussichten auf ein schönes Nordlicht nicht schlecht. Natürlich hoffe ich auch darauf, bei der winterlichen Umrundung von Island mal "Aurora Borealis" vor die Linse zu kriegen. Nun hoffe ich nur noch auf Schnee und bin Bereit für neue Abenteuer.

Samstag 5. Februar 2011
An diesem kalten, aber sonnigen Morgen besteige ich in Ennetmoos das Postauto und mache mich ein weiteres Mal auf nach Island.


Eitel Sonnenschein begleitet mich auf meiner Reise ins Nordmeer. Frühlingshafte Temperaturen lassen mich fast vergessen, dass der Winter noch lange nicht vorbei ist. Ueber das schwäbische Meer gehts nach Friedrichshafen, wo ich am Bodensee die Sonne geniesse. Nun bin ich ja gespannt auf das Wetter in Island.


Mit gut einer halben Stunde Verspätung hebe ich nit Icelandexpress ab gen Island. Natürlich ist mein reservierter Platz längst besetzt, denn der Flieger kommt schon fast vollbesetzt aus Verona. In Keflavik wird meine Geduld ein weiteres mal strapaziert, denn mein Koffer lässt über eine Stunde auf sich warten. Doch das macht nichts, denn pünktlich zu meinem Ersacheinen ist der Winter auch in Island angekommen.

Sonntag 6. Februar 2011 Reykjavik


In den Strassen von Reykjavik liegt Schnee. Als dann auch noch die Sonne zwischen den Wolken durchbricht, gibt es kein Halten mehhr. Das winterliche Island wartet auf mich. Da momentan Ebbe ist, kann ich zum Leuchttutm Seltjarnes auf der Insel spazieren. Ueber das Meer grüsst mayestätisch die Esja.


Bei Hafnarfjördur fahre ich in die Berge, um die Wintertauglichkeit meines Subaru zu testen. Doch es geht nicht allzulange, und eine hohe Schneewehe bremst meinen Forscherdrang. Also fahre ich zurück nach Reykjavik und teste das Nachtleben.

Montag 7. Februar 2011 Reykjavik


Die Sonne scheint. Ein goldener Tag bricht an. Somit steht das Tagesprogramm fest. Heute absolviere ich das Pfichtprogramm jedes Island-Touristen: The golden Circle! Will heissen: Thingvellir - Geysir - Gussfoss. Natürlich gehe ich erst mal nach Seltjarnes, dannn erst nähere ich mich behutsam durch das Mosfelldalur der Thingstätte von Thingvellir. Am Allmännergraben habe ich das ganze Panorama ganz für mich allein. Im Sommer wimmelt es hier nur so von Touristen. Auch am Gullfoss und beim Geysir herrscht momentan kein Stossverkehr. Die Eissäulen verziehren den imposanten Wasserfall. Apropos Touristen. Immer häufiger werde ich auf isländisch angesprochen. Scheinbar beginne ich den Isländern zu gleichen und werde nicht mehr als Tourist erkannt. Allerdings dauert es jeweils knapp 2 Sekunden und ich bin mit meinem Isländisch am Ende und die schöne Tarnung wird hinfällig.


Ein wolkenloser Himmel überspannt heute Island. Ich kann das Wetterglück kaum fassen. Doch immer wieder sehe ich Dampfschwaden zum Himmel steigen. Vor allem bei diesem kalten und klaren Wetter sieht man sehr gut, dass in Island überall die Erdwärme genutzt wird. Bei vielen Bauernhöfen wird ein Loch gebohrt, und schon sprudelt das heisse Wasser empor. So gibt es viele Treibhäuser und Schwimmbäder. Tomaten, Gurken aber auch Rosen werden da gezogen.

Dienstag 8. Februar 2011 Reykjavik


Heute verlasse ich Reykjavik und beziehe Quartier in Hveragerdi. Das Wetter hat wieder umgeschlagen. Auf der Hellisheidi bläst ein eisiger Wind den Schnee über die Strasse. Trotzdem besuche ich die Strandarkirja bei Porlakshöfn. Das ist gar nicht so einfach, wenn oft 20 - 40 cm hohe Schneeverwehungen quer über die Strasse liegen. Ich hinterlasse eindrückliche Spuren im Schnee, die aber bereits 10 Min. später auf der Rückfahrt wieder verschwunden sind. Als fahre ich wieder zurück auf die Hauptstrasse, bevor ich Teil der Landschft werde wie die verelassenen Autos neben der Strasse.
Nachmittags besuche ich Margrit in Selfoss. Sie erzählt mir, wie das Leben für die einfachen Leute in Island immer schwieriger wird. So ist zum Beispiel der Kredit für einen Traktor in Kürze auf das Doppelte gestiegen, weil sich alles aus dem Ausland enorm verteuert hat. Auch fürchten sich hier viele davor, bei einem EU Beitritt von vielen importierten Produkten überriollt zu werden. Auch gespart wird überall und viele kleine Handwerker müssen aufgeben. Pro Tag verlässt eine Familie Island auf der Suche nach Arbeit. Aber dafür hat Reykjavik in einem Jahr ein super Opernhaus das es nicht braucht.

Mittwoch 9. Februar 2011 Hveragerdi
Es war eine unruhige Nacht. Die ganze Zeit hat es gestürmt und der Wetterbericht rät davon ab, heute grössere Reisen zu unternehmen. Doch am Morgen ist der ganze Spuk vorbei. Es ist Tauwetter und überall Pflotsch, aber die Strassen sind gut. Heute will ich ja ein gutes Stück weiterkommen.


Schon bald bin ich am südlichsten Punkt Islands angekommen und auch die Sonne zeigt sich zwischendurch. Wild tossen die Wellen um die Felsen von Cap Dirholey. Vorbei an Touristen, die im Pflotsch abgesoffen sind geht's nach Vik. Schon bald leuchten die Berge bei Skaftafell im Sonnenschein. Ein wunderbarer Abend beschliesst diesen Tag.



Donnerstag 10. Februar 2011 Skaftafell
In der Nacht hat es ca 5 cm geschneit. Nach einem stärkenden Frühstück mache ich mich daran, die Autoscheiben vom Schnee zu befeien. Mit einem mikrigen Eiskratzer mache ich mich ans Werk. Eiskratzer sind halt auch bei Mietautos Glückssache. Ueber die sauglatte Strasse geht's weiter gen Osten. Doch schon bald zeigt sich die Sonne wieder und die Strasse wird immer besser.


Am Jokulsarlon schimmern die Eisberge dunkelblau und sind mit einer weissen Puderschicht überzogen. Es ist spannend, wie sich diese Gletscherlagune immer wieder von einer neuen Seite zeigt.
Die eindrücklichen Berge und Gletscher an der Südküste begleiten mich auf der Weiterfahrt.


Bald erreiche ich die Ostfjorde und den idyllischen Fischerort Djupavogur. Die bunten Boote spiegeln sich im Meer und im Hintergrund grüssen die weissen Berge. Noch einige Kurven und Fjorde, und ich erreiche am frühen Nachmittag mein Etappenziel.

Freitag 11. Februar 2011 Breiddalsvik
Nach einigen schönen Tagen hat das Wetter geändert. Die Berge liegen nun hinter einem Schleier aus Nieselregen versteckt. Es ist wärmer geworden und der Schnee schmizt hinweg. Gegen Höfn hin wird die Strasse immer tückischer. Sie sieht schwarz und griffig aus, aber eine Glatteisschicht ist mit einem Wasserfilm überzogen. Es ist so glatt, dass das Stehen neben dem Auto zum Fotografieren schwierig ist. Nach rund 50 km ist auch das überstanden.


Kurz nach Mittag erreiche ich Egilsstadir. Es regnet nun ausgiebig. Grosse Schneehaufen neben der Strasse zeugen noch von vergangenen Schneetagen. Auch die ganze Nacht durch regnet es weiter.

Samstag 12. Februar 2011 Egilsstadir


Der Regen hat aufgehört und das Eisfeld beim Hotel glänzt vor Nässe. Was wird dieser Tag wohl bringen? Dunkle Wolken stehen immer noch am Himmel. Heute ist ein Stück Hochland angesagt. Bei der Weiterfahrt zeigen sich erste blaue Flecken am Himmel. Und dann an der höchsten Stelle bricht die Sonne durch.


Auf glatter Strasse kurve ich durch die wunderbare Winterlandschaft. Jeweils im Sommer ist hier eine schwarze Wüstenlandschaft und nur spärliches Grün in der Gegend. Jetzt im Winter sieht alles ganz anders aus. Irgendwie viel abwechslungsreicher. In den tieferen Lagen verschwindet der Schnee wieder und die schwarzen Steine kommen zum Vorschein. Schon bald erreiche ich den Mückensee. Der See ist teilweise gefroren und die weissen Berge glänzen am Horizont.


Ich geniesse die Sonne noch einige Stunden bis sich der Tag mit einem schönen Sonnenuntergang verabschiedet.

Sonntag 13. Februar 2011 Myvatn
Am Mückensee hat es heute definitiv keine Mücken und das hat mindestens 2 Gründe. 1. ist es zu kalt, obwohl es mit knapp über Null Grad zu warm ist für diese Jahreszeit. 2. regnet es und Mücken haben es zwar gerne feucht, aber Regen ist ihnen doch zu feucht. Sehen wir es poisitiv, heute habe ich eine Mückenfreie Zone.


Allerdings muss ich zugeben, dass der Godafoss im Regen ein bisschen weniger göttlich aussieht. Doch auch heute hat der Wettergott ein Einsehen und am Nachmittag lockern sich die Wolken ein wenig auf.


Island ist ein freundliches Land. Besonders herzlich willkommen ist man in Akureyri. Da stehen überall Schneeskulpturen in Herzform am Strassenrand. Und sieh doch mal die herzigen Lichtsignale an. Herzlicher kann man nicht mehr stopp sagen. Trotzdem fahre ich aber noch ein Stück weiter gen Norden, denn ich schlage mein Quartier ausserhalb von Akkureyri auf.


Als kröhnenden Abschluss des Tages glänzen die Schneeberge auf der anderen Fjordseite um die Wette im Abendlicht. Da in den letzten Monaten ein neuer Tunnel nach Siglufjördur eröffnet wurde, ist es nur ein Katzensprung an das nördliche Ende, wo ich den Tag beschliesse. Zum Znacht gibts noch ein zähes Steak. Allerdings kostet es auch nur ein Sechstel meines gestrigen Abendmahls. Noch ein wenig den Sternen zusehen und dann ab ins Bett.

Montag 14. Februar 2011 Dalvik
Der Tölvu streikt im Hotel. Zugegeben, die isländische Sprache ist schon ein bisschen speziell. Eben haben wir uns daran gewöhnt, wie man Eyafjallajökull ausspricht. Wenn irgendwo Snyrteg steht, dann weiss man, dass ein WC nicht weit ist. Wenn man Musik hören will, dann ab Geisladiskar (Silberscheibe). Nur bei der DVD ist den Islaändern die Fantasie abhanden gekommen, sie heisst schlicht DVD. Nun aber zurück ins Hotel. Ein Anruf beim Tölvusmidian kann es richten und der PC an der Reception funktioniert wieder.


Bei strahlendem Sonnenschein beschliesse ich, die Halbinsel zu umrunden. Entlang der verschneiten Berge führt eine gute Strasse nach Siglufjördur. Zwei neue Tunnels mit 7 und 4 km Länge sind diesen Herbst in Betrieb genommen worden. Zusammen sind sie immerhin so lang wie der Gotthardtunnel. Dadurch ist Siglufjödur viel näher an Akurejri gerückt.


Auf der anderen Seite der Berge ist das Wetter wieder anders. Die hohen Berge wirken als Wetterscheide. Dichte Wolken liegen auf der Westseite. Nur über die Bergspitzen sieht man den blauen Himmel auf der Ostseite. Hier nur wenig über Meereshöhe liegt kaum Schnee. Hier habe ich immer wieder gehört, dass es in Island selten viel Schnee gibt. Das Klima in Island ist im Winter erstaunlich mild. Oft sind die Temperaturen um den Gefrierpunkt.


Island liegt buchstäblich auf einem Pulverfass. Immer wieder sieht man es aus Spalten dampfen und viele auch abgelegene Bauernhöfe haben ihre eigen Heisswasserquelle. So kommt es auch, dass praktisch jedes Dorf mit mehr als 100 Einwohnern ein Schwimmbad hat. So auch Hofsos. Dieses neue Schwimmbad liegt oben auf den Klippen und bietet eine wunderbare Aussicht auf das Meer.


Den Abend verbringe ich in Akureyri mit Kaffetrinken und Tagebuch schreiben.

Dienstag 15. Februar 2011 Dalvik
Morgen früh ist der Himmel noch klar, aber bevor die Sonne kommt kommen die Wolken. Bald fahre ich los nach Akureyri. Am Mittag beginnt es zu schneien und schon bald ist die Strasse schneebedeckt. Heute muss ich noch einen 550m hohen Pass bezwingen um in den Skagafjördur zu kommen.


Doch auf der anderen Seite von Schnee keine Spur. Die Wolken allerdings bleiben mir treu. Am Nachmittag schaue ich mir das nördliche Ende der Sprengisandur Piste an. Die Hochland Strassen sind im Winter alle gesperrt. Im Hotel mache ich mir einen gemütlichen Abend. Das Tagebuch schreibe ich auf dem Korridor, weil es nur hier Internet Empfang hat.

Mittwoch 16. Februar 2011 Varmahlid
Da sich die Wolken in der Nacht ein wenig auflockern, mache ich zum wiederholten Mal Jagd auf das Nordlicht, doch ich habe keinen Erfolg.


Am Morgen sind die Wolken wieder da. Es scheint ein trüber Tag zu werden. Heute will ich nach Borgarnes. Ein weiter Weg liegt also vor mir.


Doch am Nachmittag ist alles anders. Die Sonne bescheint die Bergspitzen im Hinterland und lockt mich aufs Land. Ueberall weiden Pferde, Schafe und soger Kühe. In Island ist das ganze Jahr Weidezeit. Der Golfstrom sorgt für ein mildes Klima. Jetzt ist es nur ca. 10° kälter als im Hochsommer. Beim Wasserfall Hraunfossar quillt das Wasser unter der Lava hervor. Nur daran, dass jetzt keine Touristen da sind, sieht man dass es Winter ist. Auch die Berge sind jetzt Schneebedeckt und glänzen weiss und klar.


Na was ist denn das für ein Berg. Fast könnte er als Matterhorn-Imitation durchgehen. Nur ist er etwa 3000m weniger hoch! Ich geniesse die Sonne bis am Abend. Und wie sieht es heute mit Aurora Borealis aus?

Donnerstag 17. Februar 2011 Borgarnes

Vergebliche Lauer, kein Nordlicht. Doch das Wetter scheint schön zu werden.


Erst mal mache ich eine Rundreise nach Akranes. Beim Leuchtturm schaue ich hinüber zum Snäfelsjökull. Bei Sonnenschein geniesse ich den Walfjördur.


Dann weiter auf die Halbinsel Rykjanes und am Abend bin ich wieder bei der Strandarkikja. Was für ein Unterschied. Vor zehn Tagen habe ich mich hier noch durch Schneewehen gekämpft. Nun ich der Schnee fast ganz weg und es sieht fast ein wenig nach Frühling aus. So Warm habe ich Island noch nie im Winter erlebt.


Gleich im Schatten der Kirche sehe ich diese Häuschen an einem Hügel. Der Glaube an Elfen ist in Island noch sehr lebendeig. Immer wo Elfen vermutet werden, stehen solche Häuschen, damit sich die Elfen wohlfühlen. Auch beim Strassenbau wird darauf geachtet, die Eöfen nicht zu Stören. Deshalb wird lieber eine Kurve mehr gemacht als nötig. In Island haben die Strassen viele Kurven, also muss es auch viele Elfen geben.

Freitag 18. Februar 2011 Reykjavik
Heute ist mein letzter Tag in Island. Deshalb gilt es Abschied zu nehmen. Ich besuche einige meiner Lieblingsplätze.


Beim Stadtsee vor dem Rathaus herscht ein riesiges Gedränge. Viel Federvieh hat sich hier versammelt. Wo herrscht wohl mehr Geschnatter, im oder vor dem Rathaus?


Oben bei den Heisswassertanks im Perlan hat man eine schöne Aussicht auf Reykjavik und Umgebung. Man sieht bei schönenm Wetter wie heute bis hinaus zur Halbinsel Snäfelsnes.

Samstag 19. Februar 2011 Keflavik
Hurra! Die Aurora Borealis ist im Kasten.


Beim Leuchturm von Keflavik,


und gleich nebenan über dem Industriegebiet.

Auch in Island gibt es so Stresstage. Heute ist einer davon. Vor etwa 2 Wochen hat mir Icelandair mitgeteilt, dass der Flug statt um 14:50 bereits um 8:15 abfliegt. Deshalb geht ein halber Tag Island flöten und ich darf mitten in der Nacht aufstehen. Bin ja eh halb auf, denn bis 2:30 bin ich am Nordlicht Fotografieren. Für etwa 3 Minuten Nordlicht habe ich viel Stunden gewartet. Dann um Sechs los Richtung Flughafen. Auto nochmals auftanken. En der ersten Säule die Meldung "Kreditkate ungültig". Bei der zweite Tankstelle geht gar nichts, Automat defekt. Bei der dritten Säule stoppt es schon nach wenigen Litern. In Island muss man an fast allen Tankstellen den Maximalbetrag eingeben, ich hatte nur 1100 Kronen eingetippt. Beim 4. Mal klapts dann doch noch.


Am Flughafen erwartet mich eine Riesenschlange vor dem Check-in-Schalter. Aber Glück gehabt, dank Internet Check In muss ich gar nicht anstehen. Auf einer Anzeigetafel sehe ich, dass ein anderer Icelandair Flug von 7 Uhr auf 12 Uhr verschoben wurde. Doch alles klappt und wir fliegen pünktlich ab. Allerdings geht der Flug über Verona und dauert so 8 statt 4 Std. Den gemütlichen Abend in Friedrichshafen habe ich mir redlich verdient.

Sonntag 20. Februar 2011 Friedrichshafen
Nun also meine letzte Etappe mit Schiff, Zug und Postauto nach Hause. Wiederum komme ich mit unzähligen Eindrücken nach Hause. Sofort wird mich das Arbeitsleben wieder vereinnahmen, aber oft werde ich an diese Winterreise zurückdenken. Und zum Schluss:
"Meinsch Migi gahsch es 9. Mal nach Island?